Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Ben Bey vom Blumenladen gegenüber zeigt auf das Haus in der Kapuzinerstraße, dessen Sims im Juli herabstürzte. Jetzt ist alles wieder repariert.

In der Kapuzinerstraße

Münchens Wunder 2016: Dach stürzt auf Straße - Niemand verletzt

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München - Es war eines der Wunder des Jahres 2016 in München: Ein Dach stürzt auf die Straße. Aber niemand wird verletzt.

Erst dieser gewaltige Krach – dann eine gigantische Staubwolke! Passanten stehen starr vor Schreck auf dem Weg, eine Frau lässt ihr Fahrrad fallen und stürzt laut schreiend davon.

Am 8. Juli morgens um 7.40 Uhr stürzten in der Kapuzinerstraße 20 Meter Dachgesims eines 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Hauses zu Boden. Hunderte Kilo Stahlbeton, fünf Meter große Trümmerbrocken schlugen auf Straße und Gehsteig ein.

Augenzeuge: „Ein Wunder, dass da niemand erschlagen wurde!“

Ben Bey (56), der in seinem Blumengeschäft gegenüber arbeitete, hörte den Knall und lief sofort raus auf die Straße. „Es war furchtbar. Ein Wunder, dass da niemand erschlagen wurde!“ Denn obwohl in dem Haus 19 Kleinkinder wohnen, die alle täglich um diese Zeit in ihre Kitas oder Schulen gebracht werden – und obwohl sich etwa zehn Menschen im Umfeld des Hauses befanden, gab es keine ernsthaft Verletzten. Nur eine 26-jährige Frau erlitt durch herabfallende Steine Schürfwunden und einen Schock.

Jetzt, ein halbes Jahr später, ist von dem Schaden nichts mehr zu sehen. „Die Geschichte war ein großer Schock für uns, aber jetzt ist alles wieder in Ordnung“, sagt Bewohner Benjamin David. Der Hausbesitzer bestätigt: „Es ist alles repariert.“

Nach dem Vorfall musste zunächst das verbliebene Dachsims abgebrochen, dann ein Gerüst gebaut, das Sims wieder neu gebaut und alles von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. „Dazu braucht man Statiker, Architekten und auch den richtigen Handwerker, der das beherrscht“, erklärt der Hausbesitzer. Die Höhe des Schadens möchte er nicht nennen: „Nur so viel: Es war sehr, sehr teuer.“ Aber schließlich wollte er, dass alles so sicher wie möglich gebaut wird. „Der Vorfall hat mich viele schlaflose Nächte gekostet“, sagt der Hausbesitzer rückblickend. „Aber wir hatten auch wahnsinniges Glück, dass nicht mehr passiert ist.“

Andrea Stinglwagner

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