+
Mit seinem Promille-Wert sprengte ein Zwickauer am Hauptbahnhof quasi das Messgerät.

„Nur ein Bier getrunken“

Zwickauer bricht am Hauptbahnhof mit Rekord-Promillewert zusammen

  • schließen

Die Bundespolizei hat am Münchner Hauptbahnhof einen Zwickauer aufgegriffen, der orientierungslos am Boden lag. Er gab an, lediglich ein Bier getrunken zu haben. Der Alkohol-Test ergab aber einen Rekordwert.

München - Gegen 15.30 Uhr wurde die Bundespolizei darüber informiert, dass am Ausgang Arnulfstraße des Münchner Hauptbahnhofes ein Mann zusammengebrochen war. Eine Streife fand einen orientierungslos am Boden liegenden Menschen vor. Der sichtlich Alkoholisierte wurde zur nahen Wache gebracht. Eine alleinige Weiterreise war nicht mehr möglich, wie die Bundespolizei in einem Pressebericht mitteilt. 

Auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 61-Jährigen aus Zwickau handelt. Bei der Messung des Atemalkoholwertes staunten die Beamten nicht schlecht: 3,26 mg/l, was umgerechnet einem Wert von 6,52 Promille entspricht. Ältere Messgeräte, die den Promillewert bestimmten, endeten oft bei 5 Promille, so dass der genaue Wert nicht mehr ermittelbar war. 

Manch einer wird sich sogar die Frage stellen: Wie kann ein Mensch so etwas überhaupt überleben? Eine Oberärztin für Suchterkrankungen an der Ludwig-Maximilians-Universität München erklärte das gegenüber der tz*. Sie geht davon aus, dass so etwas nur möglich ist, wenn der Konsument Vollalkoholiker ist

Sachse kam in Münchner Klinik

Der gebürtige Sachse war zunächst bei der Bundespolizei im Gewahrsam, wurde dann aber nach Inaugenscheinnahme eines Arztes in eine Münchner Klinik transportiert, wo er ausgenüchtert wurde. Laut Beamten hatte der 61-Jährige angegeben, lediglich "eine Maß" getrunken zu haben. 

Stellt sich die Frage, ob er damit eventuell nur noch das zuletzt konsumierte Bier in Erinnerung hatte.

Übrigens: Eilmeldungen schicken wie Ihnen auch direkt aufs Handy - mit PUSH! Hier (Merkur.de-App / tz.de-App) können Sie die App herunterladen und sogar ein iPad Pro gewinnen. 

Mehr Geschichten auch auf Facebook

Geschichten aus dem Viertel posten wir auch auf unserer Facebookseite „Ludwigsvorstadt - Mein Viertel“. 

kg

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Wiesn-Aus: Setzt das Rote Kreuz seine Helfer unter Druck?
Nach dem Ende auf dem größten Volksfest der Welt befürchtet das BRK einen Personalschwund in Richtung Konkurrenz. Ein internes Schreiben an die Mitarbeiter sorgt für …
Nach Wiesn-Aus: Setzt das Rote Kreuz seine Helfer unter Druck?
Merkur-Redakteure gewinnen Wächterpreis und Veltins-Lokalsport-Preis
Zwei Kollegen unseres Hauses dürfen stolz auf sich sein: Christiane Mühlbauer für ihre Investigativ-Recherche „Eine schmutzige Geschichte“ und Thomas Fritzmeier für eine …
Merkur-Redakteure gewinnen Wächterpreis und Veltins-Lokalsport-Preis
Nach Verurteilung des S-Bahn-Schützen: Polizeichef gibt bewegendes Statement ab
Die Schießerei am S-Bahnhof in Unterföhring wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Die Polizei München hat die Verurteilung des Schützen verfolgt - und ein …
Nach Verurteilung des S-Bahn-Schützen: Polizeichef gibt bewegendes Statement ab
Wenn Sie diese eine S-Bahn mit Aufkleber entdecken, können Sie etwas Neues testen
Die Deutsche Bahn startet in der S-Bahn München ein Pilotprojekt: Ausgerüstet wird zunächst ein Zug mit der Technik. Damit der Fahrgast weiß, dass er grade da drin …
Wenn Sie diese eine S-Bahn mit Aufkleber entdecken, können Sie etwas Neues testen

Kommentare