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Innerhalb des Mittleren Rings sind die Stadtviertel schon erschlossen.

Die nächsten Gebiete stehen fest

M-net und SWM forcieren Digitalisierung Münchens

Der weitere Glasfaserausbau über den Mittleren Ring hinaus schreitet in 2017 voran. Die ersten neuen Ausbaubereiche Harthof und Hasenbergl werden fertiggestellt.

Ab März 2017 beginnt der Ausbau in der Messestadt-Riem, Obersendling-Ost, Laim-Ost, Freiham und die Komplettierung in Schwabing. Ab Juli 2017 wird zusätzlich in Neuhadern-Ost gebaut.

230 000 Haushalte in den nächsten fünf Jahren erhalten einen Zugang

Bis 2021 werden die Stadtwerke München (SWM) und M-net knapp 570 000 Haushalten sowie etwa 81 000 Gewerbebetrieben in München die Möglichkeit eines leistungsfähigen Glasfaser-Internetanschlusses bieten. Damit werden dann knapp 70 Prozent aller Münchner Haushalte direkten Zugang zur hochleistungsfähigen Glasfaser haben. Bis 2014 hatten in einem ersten Schritt Stadtteile vorwiegend innerhalb des Mittleren Rings angeschlossen. Nach intensiver Planung ist nun der zweite Ausbauschritt im Gange: Weitere 35 000 Gebäude mit über 230 000 Wohneinheiten außerhalb des Mittleren Rings sollen in den kommenden fünf Jahren erschlossen werden.

Verschiedene Studien und Diskussionsbeiträge zeigen, dass München und Deutschland bei schnellen Datenverbindungen und Glasfaserausbau hinter andere Städte und Länder zurückfallen. Im globalen Vergleich der durchschnittlich höchsten Verbindungsgeschwindigkeiten liegt Deutschland zwar über dem Durchschnitt, allerdings nur auf Rang 36 von 143 betrachteten Ländern. Die Spitzenplätze belegen Singapur, Hongkong und Südkorea. Im europäischen Vergleich der verfügbaren Glasfaseranschlüsse nach Wohneinheiten ist Schweden mit 46,2 Prozent eines der führenden Länder. Mit 2,6 Prozent liegt Deutschland hier deutlich unter dem Durchschnitt von 12,3 Prozent. München belegt im deutschen Städtevergleich von 70 Städten den 17. Rang.

Glasfaseranschluss für Privat und Gewerbe

Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Wir bauen das Netz schrittweise flächendeckend aus. Begonnen haben wir in der Innenstadt und den Innenstadtrandgebieten, nun bauen wir "den nächsten Ring". Dabei werden lokale Spezifika, wie die Gewerbestruktur, Neubaugebiete und bestehende SWM Infrastruktur mit berücksichtigt. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt natürlich das bei M-net bereits bekannte Kundeninteresse an schnellen Glasfaser-Internetanschlüssen.

Mit Riesenschritten werden weitere Stadtviertel Münchens erschlossen.

Bereits in diesem Jahr haben die SWM begonnen, die Gebiete Hasenbergl und Harthof zu erschließen. Nach dem mehrmonatigen Aufbau und der Implementierung der hochmodernen Technikkomponenten durch M-net stehen dann im ersten Schritt mehr als 21 500 Haushalten sowie fast 1 000 Gewerbebetrieben und Unternehmen ab dem ersten Halbjahr 2017 zukunftsfähige Breitband-Anschlüsse zur Verfügung.“ Das weitflächige Glasfasernetz eröffnet außerdem neue, innovative Anwendungsmöglichkeiten wie zum Beispiel intelligente Mess- und Steuerungslösungen, Smart-Home Dienstleistungen oder Smart-Grid-Anwendungen.

Schnelles Internet als Teil der Grundversorgung

Die Anforderungen an Höhe und Qualität der Bandbreite steigen kontinuierlich im privaten und gewerblichen Bereich sowie in der Immobilienwirtschaft. Vor allem das Datenaufkommen und einhergehend damit die Bandbreitennachfrage wachsen weiterhin exponentiell. So verdoppelt sich das Datenaufkommen in den Netzen von M-net inzwischen etwa alle 9 Monate, nachdem dies über viele Jahre hinweg im Zwei-Jahres-Turnus erfolgte. Zudem wird die Versorgung mit schnellem Internet immer mehr als Teil der Grundversorgung gesehen und auch zum immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor. Mittelfristig ist die Glasfaser das einzige Medium, das den Bandbreitenbedarf bewältigen wird.

Alle Zukunftsprognosen weisen darauf hin, dass der Bandbreitenbedarf exponentiell weiter wachsen wird. Schon in vier Jahren, d.h. 2020, benötigen Haushalte im Regelfall Internetanschlüsse mit 100 Mbit/s; andere Studien gehen sogar von viel höheren Datenraten aus. Glasfaser-Internetzugänge bieten gegenüber anderen Technologien aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit die schnellste Auffahrt auf die Daten-Autobahn. Und das wird schon bald zum alles entscheidenden Faktor, der den Grad der Standortqualität bemisst.

Mehr Infos auf www.swm.de/glasfaser und auf www.m-net.de/muenchen.

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