Bayerns Ministerpräsident: Markus Söder von der CSU.
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Bayerns Ministerpräsident: Markus Söder von der CSU.

Immer wieder Diskussionen

Corona-Leine: Markus Söder mit markantem Seitenhieb gegen Münchner

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Bayern verschärft die Regeln in der Coronavirus-Pandemie weiter. Als Markus Söder über die Corona-Leine spricht, zielt er auf einige Münchner.

München - „Leben, und leben lassen.“ Es ist ein viel zitiertes Sprichwort in München. Der „Weltstadt mit Herz“, wie sie ihre Einwohner liebevoll nennen.

Und so frönen die Münchner gerne ihrem lebenswerten Umland, das sie nicht weniger schätzen. Doch in der Coronavirus-Pandemie* ist nichts mehr wie es vorher war.

Coronavirus-Pandemie: Viele Münchner strömen an den Schliersee und an den Tegernsee

Das gilt jetzt auch für tagestouristische Ausflüge, die wegen des großen Andrangs aus der bayerischen Landeshauptstadt schon früher rund um den Schliersee, den Spitzingsee*, den Tegernsee, die Chiemgauer Alpen oder in Garmisch-Partenkirchen für Diskussionen und teils Kritik sorgten.

Als die Tagesausflügler wegen der Corona-Beschränkungen in der Isarmetropole (rund 1,56 Millionen Einwohner) in (noch größeren) Scharen anreisten, forderte zum Beispiel der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer (CSU), ein Ausflugs-Limit.

Zur selben Zeit beschloss die bundesdeutsche Politik eine sogenannte Corona-Leine für Coronavirus*-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz* über 200.

Coronavirus-Pandemie in Bayern: Markus Söder (CSU) mit Seitenhieb gegen die Münchner

Stand Dienstagnachmittag, 12. Januar, hatte die Stadt München laut Datenerhebung der Ippen-Digital-Zentralredaktion eine 7-Tage-Inzidenz von 157,2. Zur Einordnung: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat hier bekanntlich seinen Amtssitz.

Ob er denn sicher sei, dass sich die Corona-Leine auch kontrollieren lasse, wurde der Regierungschef an diesem Dienstag in einem Interview gefragt. Und wenn ja, wie? „Ja“, sagte der Franke bei Welt live. Tagestouristische Ausflüge könne „man ja bestimmten Autokennzeichen ansehen“. Sein Ansatz: Das Raster für die Polizei wird damit kleiner.

Corona-Regeln: Markus Söder - FFP2-Maskenpflicht in München problemlos umsetzbar

Es dürfte keine allzu gewagte These sein, dass Söders Seitenhieb auf die Münchnerinnen und Münchner abzielte, die üblicherweise am Wochenende zu Tausenden ins bayerische Oberland fahren.

Umgekehrt sieht er in der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV in München kein großes Problem. Im Stadtbild trage „eh schon die Hälfte der Menschen eine FFP2-Maske“, sagte er. Was die Bürger der bayerischen Landeshauptstadt wohl von seinen Thesen halten ... (pm) *Merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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