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Kleider in den Müllsack! Philipp Wolf (li.) und Benjamin Böhmer in ihrer Wohnung

21.000 Euro eigener Schaden

Studenten retten Nachbarn vor Flammen – nun sind sie pleite

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Sie haben anderen geholfen, jetzt brauchen sie selbst Hilfe: Die jungen Männer, die am Samstag ihre Nachbarn vor dem Brand in der Barer Straße gerettet haben, klagen über einen Schaden von 21.000 Euro!

München - Kaputte Möbel, Elektrogeräte, Kleider – und die Miete für die nun unbewohnbare Wohngemeinschaft! Als die Wohnung unter ihnen brannte, wurde ihre WG durch Hitze und Rauch beschädigt. Ein Freund hat eine Spendenaktion gestartet. Bisher kamen 78 Euro zusammen. O weh!

„Schrecklich!“, sagt Benjamin Böhmer (25). „Wie soll es jetzt weitergehen?“ Er hat gerade eine Firma gegründet, Geld ist knapp. Die drei Freunde sind erst vor wenigen Monaten eingezogen. „Wir haben noch keine Hausratversicherung.“ Böhmer wohnt jetzt bei seiner Mutter, Kumpel Philipp Wolf (25) pendelt von Sofa zu Sofa. Der dritte Mitbewohner kommt bei seiner Schwester unter. „Wir verhungern zwar nicht“, sagt Böhmer. „Aber 21.000 Euro sind verdammt viel Geld!“

„Nach einer halben Stunde bekommt jeder Kopfweh“

Die Wohnung betreten sie nur kurz. Alles ist verrußt, Scheiben sind geborsten. Kühlschrank, Fernseher, Stereoanlagen – alles kaputt. „Nach einer halben Stunde bekommt jeder Kopfweh, alle husten“, sagt Böhmer. Eine Liste dokumentiert den Schaden. Matratzen und Kleider unbrauchbar, die Möbel müssen sie abschleifen, die Elektrogeräte wegwerfen. Die Miete, 2000 Euro im Monat, müssen sie weiter bezahlen.

„Rauch und Ruß sind eine Plage“, sagt Jens Leipert vom Schadenzentrum der Versicherungskammer Bayern. „Die Partikel dringen in jede Ritze.“ Dass die Retter ihre 21.000 Euro voll erstattet bekommen, glaubt er nicht. Nicht ohne Hausratversicherung.

Maximilian Jacob (26) hat die Seite helfern-helfen.com gegründet: Spenden für seine Kumpels! „Sie können nichts dafür!“ Im Internet schreibt er: „Versetzt Euch bitte in ihre Lage und überlegt Euch, wie froh ihr wärt, wenn fremde Mitmenschen Euch helfen würden.“ Er sagt: „Nur Dank der schnellen Hilfe von Philipp und Ben sind die Menschen im Haus unverletzt geblieben – jetzt muss den Helfern geholfen werden!“

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