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Alexander Lacey mit seinen Raubkatzen.

Löwen und Tiger aus den USA?

Circus Krone: Missverständnis um Raubkatzen

Große Diskussionen um große Katzen: Tierschützer sind empört, dass bis zu 15 Tiger und Löwen des aufgelösten US-Zirkus Ringling Brothers angeblich zum Circus Krone nach München kommen sollen. Das Unternehmen dementiert allerdings und verweist auf ein Missverständnis.

München - Martin Lacey, Juniorchef und Raubtier-Dompteur bei Krone, sagt: „Die Gerüchte sind falsch, diese Tiere kommen nicht zu uns. Ich hätte auch gar keinen Platz für sie.“ Zuletzt hatte der US-Sender CBS auf seiner Internetseite über die Ringling-Raubkatzen berichtet. Da hieß es unter anderem, die Ringling-Mutterfirma Feld Entertainment habe bei der Umweltbehörde eine Ausfuhrgenehmigung für die Raubkatzen beantragt – und als Adresse sei „Alexander Lacey c/o Circus Krone“ angegeben gewesen. 

Alexander ist Martin Laceys Bruder. Er war bei Ringling für die Raubtiernummer zuständig, die Katzen gehören ihm persönlich. Warum jetzt die Münchner Adresse ins Spiel kommt? Martin Lacey: „Vermutlich liegt es daran, dass Alexander eine Postadresse in München hat. Vielleicht kommt er mit seinen Tieren auch wirklich nach Europa – aber nicht zum Circus Krone.“ 

Ringling Brothers war der letzte große amerikanische Traditions-Zirkus. Das Unternehmen musste aufgeben, weil zunehmend weniger Zuschauer kamen. Immer wieder hatte es heftige Kritik von Tierschützern gegeben, die gegen Auftritte von Tieren in der Manege waren.

Auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, die für ein Wildtierverbot in Zirkusbetrieben kämpft, hatte auf die Berichterstattung aufmerksam gemacht und sich vehement gegen den möglichen Umzug der Großkatzen ausgesprochen: „Hochsensible Tierarten werden von Kontinent zu Kontinent transportiert. Nur ein Wildtierverbot für Zirkusse kann diese Praxis endlich beenden, so Denise Schmidt von Vier Pfoten. 

hei/my

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