Joseph Hannesschläger ist tot: „Rosenheim Cops“-Star verliert Kampf gegen Krebsleiden

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Münchner Maximilianstraße: Ein Lamborghini sorgt für Luxus und Lärm.

Imponiergehabe mitten in München

„Wie auf dem Nürburgring“: Autoposer machen Anwohner und Fußgänger wütend

Ferrari, Maserati und Porsche: Für „Autoposer“ gehört die Flaniermeile zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit zu ihrem bevorzugten Revier. Der Kampf gegen den Lärm ist nicht einfach.

  • In ganz München, aber vor allem zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit gibt es das Phänomen der „Autoposer“.
  • Der Lärm der Edelkarossen stört Fußgänger und Anwohner.
  • Polizei und KVR haben wenige Möglichkeiten, rechtlich dagegen vorzugehen.

München - Auch entlang des Mittleren Rings kennt man das Problem. „Wie auf dem Nürburgring“ gehe es in Sommernächten auf der Chiemgaustraße immer wieder zu, so die Klage eines Anwohners aus dem angrenzenden Wohngebiet. Man höre lautstarke Beschleunigungsvorgänge von offensichtlich getunten Fahrzeugen, die dort sicher viel schneller als erlaubt unterwegs seien. „Es handelt sich dabei um ein bundesweit seit geraumer Zeit zu beobachtendes Phänomen“, erklärt das Kreisverwaltungsreferat (KVR): um sogenannte Autoposer oder Profilierungsfahrer.

Autoposer in München: 100 Dezibel und mehr sind keine Seltenheit

Auf der Suche nach Aufmerksamkeit nutzen sie Autos, die sich meist durch leistungsstarke Motoren und entsprechendes Tuning auszeichnen. Mit diesen Fahrzeugen drehen sie in belebten Innenstädten ihre Runden und verursachen absichtlich erhebliche Lärmbelästigungen. Denn mehr als das Tempo zählt für die Poseure die Lautstärke. 100 Dezibel und mehr sind da keine Seltenheit. An Tagen mit schöner Witterung werden vor allem die Flaniermeilen von diesen Auto-Protzern frequentiert. Denn hier kommen die hochgerüsteten Motoren und Auspuffanlagen besonders „gut zur Geltung“, so die Polizei. „Es soll ja geguckt werden.“ Daher überwachen die Ordnungshüter die Bereiche Ludwig-, Leopold-, Brienner Straße, Münchner Freiheit und Odeonsplatz schon seit mehreren Jahren.

Unbekannte haben einen Lamborghini in München mit einem eindeutigen Hinweis versehen. Ihnen schwebt wohl eine eher ungewöhnliche SUV-Nutzung vor.

München: Autos raus aus der Innenstadt? Stimmen Sie ab! 

Laut Polizei fallen dabei neben getunten Fahrzeugen vor allem Autos aus dem Premiumsegment wie Ferrari, Maserati und Porsche auf. Ein Großteil dieser Kfz verfüge über Auspuffanlagen mit Klappentechnik und Steuerungsgerät. Bei offenen Klappen brüllen die Boliden extrem laut. Die Krux: Diese Anlagen sind zumeist vom Hersteller serienmäßig ab Werk eingebaut und somit zulässig.

Münchner Innenstadt: Je mehr Motorleistung, desto lauter darf das Auto sein

Natürlich gibt es Richtlinien. Für neue Fahrzeugtypen gelten seit 2016 strengere EU-Geräuschgrenzwerte. So soll das Fahrgeräusch bis zum Jahr 2026 schrittweise auf eine Lautstärke von 68 Dezibel gesenkt werden. Aktuell liegt man noch je nach Wagenklasse zwischen 70 bis 75 Dezibel. Allerdings gelten Ausnahmen. Die Faustregel:Je mehr Motorleistung, desto lauter darf das Auto sein. Oberklasse-Fahrzeuge wie Mercedes E63 AMG und Audi RS6 dürfen ganz offiziell mehr Dezibel haben. Für alle älteren Fahrzeuge besteht sowieso Bestandsschutz.

Zudem, so erklärt der TÜV auf Anfrage, habe es in der Vergangenheit Schlupflöcher bei der Zulassung gegeben. So holten sich auch deutsche Hersteller die Genehmigung für ihre lärmigen Fahrzeugtypen einfach in einem anderen EU-Staat, in dem die Vorschriften lockerer interpretiert wurden als beim deutschen Kraftfahrt-Bundesamt. Der TÜV prüft zudem bei seinen Hauptuntersuchungen nicht das Fahr-, sondern nur das Standgeräusch. Hauptsächlich sucht man nach eventuellen Manipulationen.

Im Alter von 72 Jahren ist eine bekannte Rotlicht-Größe aus München ums Leben gekommen. Ein Freund fand den „dicken Fritz“.

Polizei München: Keine eigene Soko wie in Hamburg

Im Polizeipräsidium hält man die Bekämpfung von überlauten Fahrzeugen durchaus für notwendig. Eine eigene Soko wie in Hamburg gibt es allerdings nicht, so groß sei das Problem in München einfach nicht, heißt es. Bei Schwerpunktkontrollen und im Streifendienst würden jedoch immer wieder Autofahrer angehalten, die durch starkes Beschleunigen oder hochtouriges Fahren in niedrigen Gängen auffallen.

Unnötiger Lärm bei der Fahrzeugnutzung und Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren innerorts können nämlich geahndet werden – mit zehn beziehungsweise 20 Euro Bußgeld. Zudem werden im Schnitt pro Jahr 250 Autos sichergestellt, damit ein technisches Gutachten wegen negativer Veränderungen beim Geräusch- und Abgasverhalten angefertigt wird. Mehr Möglichkeiten, gegen laute Autos und Motorräder vorzugehen habe man nicht, bedauert das KVR.

Video: Tuning-Kontrolle durch die Polizei in Stuttgart

Carmen Ick-Dietl

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Maxvorstadt – mein Viertel“.

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