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Wie lassen sie sich ausbremsen? Rund um den ZOB gibt es immer mehr wildparkende Busse, wie hier am Marsplatz.

Ärger in der Maxvorstadt

Gesetzlose Busfahrer: Rathaus-SPD will gegen Wildparker vorgehen

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München - Die SPD-Stadtrats-Fraktion will eine Überarbeitung des Buspark-Konzeptes in München – zumindest für die Innenstadt. Der Grund: Wildparkende Reisebusse rund um den Busbahnhof.

Rund um den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hackerbrücke sei in den vergangenen Jahren ein wachsender „Wildwuchs an parkenden Bussen an Straßenrändern festzustellen“, heißt es in einem Stadtratsantrag. In diesem wird die Stadtspitze aufgefordert, eine Möglichkeit zu ersinnen, wie die Wildparker ausgebremst werden können.

Vor elf Jahren hat die Stadt ihr Konzept zum Busparken zuletzt überarbeitet. Der ZOB ist dabei eine tragende Säule. Er soll vorwiegend dem innerdeutschen sowie dem grenzüberschreitenden Linienverkehr, aber auch Bussen für Münchner Tagesausflügler dienen. Daneben gibt es etliche An- und Abfahrtszonen in der Innenstadt – an der Blumenstraße, am Karl-Scharnagl-, am Oskar-von-Miller- und am Thomas-Wimmer-Ring –, die zum schnellen Aus- und Einsteigen der Touristen vorgesehen sind. Aber nicht zum Parken. Dafür gibt es Park&Ride-Anlagen am Stadtrand und den Großparkplatz an der Hansastraße.

Insbesondere in der Umgebung des ZOB ist laut den SPD-Stadträten jedoch festzustellen, dass immer wieder zahlreiche Busse am Straßenrand abgestellt werden. Teils aus Bequemlichkeit, teils weil sich die Fahrer die Gebühren im ZOB sparen wollen. „Dies birgt aber Gefahren für den übrigen Verkehr, denn oftmals sind Kreuzungen dadurch nicht richtig einsehbar – Radler müssen sich langsam herantasten, abbiegende Autofahrer müssen immer befürchten, dass hinter einem parkenden Bus noch Radler oder Fußgänger versteckt daher kommen“, sagt der Fraktions-Vize Hans-Dieter Kaplan. „Zudem fallen durch das Parken im öffentlichen Straßenraum auch noch Teile der ohnehin knappen Parkplätze für die ansässige Bevölkerung weg.“

Der am 1. September 2009 eröffnete ZOB wurde als Verkehrs-, Dienstleistungs- und Handelszentrum nach dem Vorbild eines Flughafens konzipiert. Betrieben wird er vom Bayerischen Roten Kreuz. Derzeit stehen dort 29 Busterminals zur Verfügung. Die Liberalisierung des inländischen Fernbus-Linienverkehrs Anfang 2013 hatte eine deutlich Steigerung der Auslastung zur Folge. Auch darum habe die Anzahl der Reise- und Fernbusse, die auf den Straßen rund um den ZOB abgestellt werden, nochmals von Jahr zu Jahr zugenommen.

Frühere Stadtratsanfragen sowie Anträge der Bezirksausschüsse Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Maxvorstadt im vergangenen Jahr haben das Problem bereits wiederholt thematisiert – jedoch ohne eine positive Wirkung. Auch sei der Versuch, die Wildparker mit Verbotsschildern in den Griff zu bekommen, gescheitert. Daher sei nunmehr grundsätzlicher vorzugehen, sagt Kaplan. Gegebenenfalls sei das vor elf Jahren beschlossene Konzept für das Busparken in München eben nochmals zu überarbeiten.

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