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Die ehemalige Sonnenterrasse des Tambosi

Ein Sommer ohne Sonnendeck

Immer noch geschlossen: Das ist der Stand beim „Tambosi“

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Eine Neueröffnung in diesem Sommer hat nicht geklappt - außerdem ist immer noch nicht bekannt, wer der neue Wirt des Tambosi sein wird.

Münchner, Zuagroaste und Touristen, die vor dem Tambosi mit ihren Sonnenbrillen einvernehmlich in den blauen Himmel blinzeln, dabei einen Cappuccino oder Aperol Sprizz genießen: Diese Szenerie gehört zur Stadt wie die Wiesn und die Eisbachsurfer. Doch in diesem Sommer ist statt Wonne Werkeln angesagt am Odeonsplatz, und statt Sonnenstühlen steht eine triste Bauabsperrung auf dem Platz vor dem Hofgarten. Eigentlich sollte das Lokal im Sommer wiedereröffnet werden – doch daraus wird wohl nichts.

Das Meisterstück der Ex-Tambosi-Wirte

Zum Jahresende 2016 hatte das Kaffeehaus geschlossen, den Pächtern Frank und Andrea Waldecker war die anstehende Mieterhöhung zu groß gewesen. Noch immer laufen die Verhandlungen mit einem neuen Wirt, zu denen man nichts Genaues sagen möchte, teilt die Eigentümerin der Immobilie, die zur Inselkammer-Gruppe gehörende Inka Odeonsplatz GmbH & Co. KG mit. Die Generalsanierung laufe derzeit weiter, auch hier könne man keinen genauen Fertigstellungstermin nennen. Fest steht nach Informationen unserer Zeitung: Das Café wird größer. Zu den 440 Quadratmetern kommen 30 Quadratmeter des ebenfalls leer stehenden Kaviarladens nebenan dazu. Große, gläserne Lampenschirme hängen bereits.

Wer wird der neue Wirt?

Wer neuer Wirt des Traditionshauses wird, ist derweil das Tuschel-Thema der Stadt: Gerüchten zufolge soll Ugo Crocamo (46), Chef des Promi-Italieners H’ugo’s am Promenadeplatz, das Tambosi als Berater übernehmen. Sein ältester Bruder, Pino „Padrone“ Crocamo (59), der das Masters Home an der Frauenstraße betreibt, soll dann offiziell Wirt sein. Das ist freilich nicht bestätigt, Ugo äußert sich seit Monaten nicht. Es heißt, er habe für die neue Terrasse und sonstige Umbauten im H’ugo’s wohl vier Millionen Euro in sein In-Lokal gesteckt. Allein die Pacht im Tambosi soll zwischen 65 000 und 80 000 Euro liegen – viel Holz für einen Laden, der von den Gästen bislang hauptsächlich als Sonnendeck genutzt wird – zum Sehen und Gesehenwerden. Wahrscheinlich soll aber genau deshalb Ugo mit ins Boot. Er weiß, wie man Party mitten in der Stadt feiert – und dabei Umsatz macht.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Maxvorstadt – mein Viertel“.

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Ex-Tambosi-Wirte eröffnen gleich zwei neue Restaurants

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