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Von Trump bis Elefant, alle zum Anbeißen: Keksliebhaberin Stefanie Jabs mit einer Auswahl ihrer gebackenen Kollektion. 

Zwei Freundinnen backen (fast) alles

Keksliebe in der Maxvorstadt: Zum Essen viel zu schade

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„Made in Munich“ – klingt doch gut. Viele Unternehmer haben sich entschieden, ihre Marken und Produkte in der Landeshauptstadt aufzubauen. Wir stellen die Münchner Macher in einer losen Serie vor. Heute: die Künstlerinnen von „Keksliebe“.

München - Der verrückteste Auftrag, den sie je hatte? Da muss Stefanie Jabs nicht lange überlegen. Der Bezahlsender Sky wollte für die Reality-Soap „Keeping up with the Kardashians“ werben – dazu muss man wissen, dass Familienmitglied und Hauptdarstellerin Kim Kardashian vor allem für ihr ausladendes Hinterteil berühmt ist. Ja, ihr blanker Po zierte schon ein Magazin-Cover. Und so erhielt Jabs den Auftrag: Bitte den Po von Kim Kardashian backen.

Zusammen mit ihrer Geschäftspartnerin Julie Bamber (45) stellt Stefanie Jabs (42) Kekse her – in allen erdenklichen Formen und Farben. Herzkekse, Dirndlkekse, Bikinikekse – was der Kunde eben wünscht. Nur allzu anzügliche Angebote würden die beiden ablehnen. „Es soll schon immer noch ästhetisch sein“, sagt Jabs. Po ja, Penis nein.

2013 haben die Freundinnen ihre Firma „Keksliebe“ gegründet – zunächst hatten sie nur einen Onlineshop. Kürzlich sind sie jedoch ins echte Leben abgewandert: In der Schellingstraße (Maxvorstadt) haben sie einen sogenannten Pop-up-Store eröffnet; ein fester Laden mit Café soll Anfang September an der Corneliusstraße (Gärtnerplatzviertel) folgen. Im Laden können die Kunden Konditormeisterin Julie bei der Arbeit über die Schulter schauen. Und direkt vor Ort Präsente ordern – ein kleines Herzerl, das Julie sofort beschriftet, kostet 5,90 Euro. Verpackt in einer hübschen Schachtel.

Kennengelernt haben sich die beiden Frauen bei der Arbeit in einem Hotel in Australien. Julie, gebürtige Engländerin, war dort als Patissière angestellt, Stefanie, Betriebswirtschafterin aus Stuttgart, organisierte Events. Bamber ging später in die Schweiz, Jabs nach London – vereint in Europa, schlossen sie sich zusammen. Und nennen sich heute „ein Team wie aus dem Backbuch“: Jabs entwirft die Kekse, Bamber setzt die Ideen um. Jedes einzelne Backwerk verziert die Konditormeisterin von Hand. Deshalb kostet ein Keks auch um die vier Euro.

Die Keksliebhaberinnen haben mittlerweile ein beachtliches Kundenportfolio: Für die Modefirma Lacoste haben sie schon deren Logo, das Krokodil, gebacken; Häschen für den Playboy, Uhren für Fossil. Die meisten Kekse dienen als Präsente für Firmenkunden – und werden wohl nie verzehrt. Jabs sagt: „Wir bekommen oft die Rückmeldung, dass sie zu schade zum Essen seien.“ Dabei war den Frauen wichtig, dass die Kekse nicht nur hübsch ausschauen, sondern auch gut schmecken. Sie sind aus Mürbeteig gemacht – Schoko oder Vanille – glasiert mit einer Spritzglasur aus Eiweiß, Puderzucker und Farbe.

Der Bestseller im Laden ist derzeit der „Trump-Keks“, der zunächst nur als Schaufenster-Dekoration diente. Doch die Nachfrage war so groß, dass er jetzt dauerhaft im Sortiment ist. Jabs sagt: „Viele wollen ihm halt einfach mal den Kopf abbeißen.“

Keksliebe: Der Pop-up-Store an der Schellingstraße 135 hat Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Kontakt: hallo@keksliebe.de.

Die besten Geschichten aus der Maxvorstadt posten wir auch auf der neuen Facebook-Seite „Maxvorstadt - mein Viertel“.

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