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Am Dienstag wurde der Platz nach dem Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer benannt. Zum Festakt kamen u.a. Charlotte Knobloch (r.), OB Dieter Reiter (2.v.r.) und Theo Waigel (l.).

OB Reiter: „Großer Mahner und Versöhner“

Max Mannheimer: Dieser Platz ist nun nach dem Holocaust-Überlebenden benannt

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Seit Dienstag trägt der Platz vor dem NS-Dokumentationszentrum nun den Namen des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer.

München - Bei der Grundstein­legung des Münchner NS-Dokumentationszentrums 2012 warf der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer einen flammenden Appell mit in die Baugrube. „Bleibt wachsam für alle Entwicklungen, die Demokratie und Menschenliebe gefährden“, stand in seiner Schrift. „Frieden, Freiheit und Humanität“ stünden über allem. Diese Worte Mannheimers zitierte am Dienstag OB Dieter Reiter (SPD) – beim Festakt für den „großen Mahner und Versöhner“, wie Reiter ihn adelte.

Am Dienstag wäre Mannheimer 98 Jahre alt geworden. Und seit Dienstag ist ein Platz nach dem Wahl-Münchner benannt. Welcher Ort wäre geeigneter als der Platz vor dem NS-Dokuzentrum an der Brienner Straße? Mannheimer hatte sich immer für diesen Erinnerungsort stark gemacht. Reiter sagte, das NS-Dokuzentrum sei „eine Art persönliches Vermächtnis“.

Am 23. September 2016 starb Mannheimer im Alter von 96 Jahren. Der in Nordmähren geborene Kaufmann und Künstler hatte sich unermüdlich für Aufklärung und Erinnerung

an den Nationalsozialismus eingesetzt. Zigtausenden Schülern vermittelte er die Unmenschlichkeit des KZ-Systems. In Auschwitz hatten die Nazis Mannheimers Eltern, seine Frau und drei Geschwister ermordet.

Klaus Vick

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