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Sanierungsfall: Dem Altstadtring-Tunnel steht ein umfangreicher Umbau bevor – auch den umliegenden Flächen.

Was bringt das neue Jahr im Stadtbezirk

Maxvorstadt 2017: Die Bürger wollen mitreden

München  - Was bringt das Jahr 2017 für den Stadtbezirk? Die Bürger fordern eine attraktivere Oberflächengestaltung am Altstadtringtunnel, der saniert wird. Aber auch das Kunstareal, die Paul-Heyse-Villa und der Alte Botanische Garten bleiben Thema.  

Die Oberflächengestaltung am Altstadtringtunnel soll in der Hand der Bürger bleiben; das wird eines der Maxvorstädter Kernthemen 2017 sein. In Kürze stimmt der Stadtrat wohl den dringend notwendigen Sicherheitsnachrüstungen im Tunnel zu. In dem seit 1972 betriebenen Verkehrsbau werden dann möglicherweise schon ab 2018 unter anderem eine neue Mittelwand eingezogen, eine Fahrspur entfallen und neue Sicherheitssensoren installiert. Die aktuellen Pläne zur Oberfläche werden von Bezirksausschuss, Anwohnern und Initiativen aber einmütig abgelehnt. 

Die Stadt verpasse eine Chance, heißt es, die bisherige Straßenschneise an Oskar-von-Miller-Ring und Gabelsbergerstraße in einen attraktiven Zugang von der Altstadt ins Kunstareal zu verwandeln, zum Beispiel durch einen einladenden Platz vor der Markuskirche. Der Bezirksausschuss fordert, die Oberflächengestaltung planerisch von den Sicherheitsnachrüstungen abzutrennen, um dafür noch einmal ambitioniertere Vorschläge von Architekten einzuholen und die Bürger besser am Prozess zu beteiligen.

Der Kampf um die Paul-Heyse-Villa

Seit Jahren streiten Stadt, Denkmalschutzbehörde und Eigentümer um die Zukunft der Paul-Heyse-Villa  an der Luisenstraße. Im November zeichnete sich nun ein Kompromiss ab: Die baufällige Villa soll erhalten bleiben, Teile des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes – darunter die Grundstücksmauer und ein Anbau – müssten einer Tiefgarage und einem neuen dreistöckigen Wohnhaus weichen. Im Januar wollen sich die Beteiligten grundsätzlich einigen, der Bezirksausschuss lehnt das Vorhaben aber strikt ab: Neben dem Eingriff in den Denkmalschutz, der für das Viertel Signalwirkung haben könne, argumentieren die Stadtteilpolitiker damit, dass für den Neubau sehr alte Bäume weichen müssten. Außerdem würden der Blick auf die Villa größtenteils verstellt und das Gesamtensemble mit Königsplatz und Glyptothek zerstört werden. Auch 2017 wird die Paul-Heyse-Villa also ein Zankapfel bleiben.

Sorgenkind Alter Botanischer Garten

Von vielen Bürgern wird mittlerweile der Alte Botanische Garten als ein unsicherer Ort wahrgenommen, an dem es zu vielen Straftaten kommt. Die Polizei fährt in dem Bereich regelmäßig Schwerpunkteinsätze, da sich die Drogenszene rund um den Hauptbahnhof bis in den Park verlagert hat. Die CSU im Stadtteil fordert deshalb, das Gelände besser zu überwachen, unter anderem durch Kameras und Notrufsäulen. Auch heuer sind dazu weitere Initiativen zu erwarten. SPD, Grüne und FDP werden sich im Bezirksausschuss wohl wie bisher vehement dagegen stellen. Sie sehen sich durch Aussagen der Polizei bestärkt, der Alte Botanische Garten sei objektiv nicht signifikant unsicherer geworden. Eine Bürgerversammlung hatte im Herbst gefordert, Streetworker und Sicherheitspersonal in den Park zu schicken.

Ein neues Steuerzentrum

Völlige Einigkeit herrscht zwischen den Fraktionen über die fortlaufende Baumaßnahme zwischen Deroy-, Mars- und Arnulfstraße, wo das neue „Steuerzentrum München“ entstehen soll. Wichtig ist den Stadtteilpolitikern, dass die dort vorhandenen Kitaplätze und Grünflächen weiter erhalten bleiben. Noch im Planungsstand befindet sich das Bauvorhaben für eine neue Verwaltungszentrale für das städtische Gesundheitsreferat an der Dachauer Straße. Hier drängt die SPD darauf, den Männerfürsorgeverein auf dem Gelände zu halten. 

Philipp Nowotny

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