Ein Kellner bediente im Schumann‘s ohne Maske.
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Ein Kellner bediente im Schumann‘s ohne Maske.

Barbesitzer nimmt Stellung

Corona-Ärger in Münchner Promi-Bar: Gäste werden nach Beschwerde „schulterzuckend“ abgewiesen

  • vonAndrea Stinglwagner
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In Restaurants herrscht Maskenpflicht für Kellner. Doch nicht überall wird diese Regelung eingehalten. Ein Beispiel war am Donnerstag das Schumann‘s am Odeonsplatz.

  • Die Corona-Lockerungen haben zu vollen Restaurants und Kneipen geführt.
  • In manchen werden die neuen Regelungen nicht so genau genommen.
  • Im Schumann‘s am Odeonsplatz haben sich Gäste beschwert, doch stießen auf taube Ohren. Wir haben nachgefragt.

München - Der Sommer flirrt in der Stadt, die Münchner genießen wieder die lauen Nächte bei Drinks im Freien. Corona? Scheint weit weg. Dennoch gelten nach wie vor strenge Schutzmaßnahmen – wie die Maskenpflicht in der Gastronomie. Umso verwunderter waren Gäste der edlen Schumann’s Bar am Odeonsplatz: Im Außenbereich nahm man diese Pflicht offenbar nicht ernst genug. „Ich war am Donnerstagabend dort“, erzählt Stammgast Johannes H. (40, Name geändert) der tz. „Es war rappelvoll, die Abstandsregeln wurden kaum eingehalten. Kellner haben beim Bedienen keine Masken getragen.“ Gäste hätten sich beschwert, seien aber schulterzuckend abgewiesen worden.

Charles Schumann: „Die Maskenpflicht gilt. Natürlich.“

Charles Schumann (79), der legendäre Barbesitzer, nahm dazu am Freitag telefonisch bei der tz Stellung. Er sagt ganz klar: „Die Maskenpflicht gilt. Natürlich.“ Er habe sich zuletzt im Ausland aufgehalten, per Mail und nun auch wieder in München vor Ort werde er „dafür Sorge tragen“, dass sich sein Personal an die Masken- und Abstandspflicht hält.

Bar-Legende Charles Schumann.

Tatsächlich gilt laut der aktuellen Infektionsschutzverordnung in der Gastronomie die Maskenpflicht „für das Personal im Servicebereich sowie für die Gäste, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden“. Hinweisen wie denen von Johannes H. gehe man zeitnah nach, teilte das KVR mit. Es werde grundsätzlich „stichprobenartig“ und aufgrund von Beschwerden kontrolliert. „Verstöße führen in der Regel zunächst zu entsprechenden Belehrungen. Bei drastischen Missständen werden weitere Maßnahmen eingeleitet.“ (ast -tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie hier alles zum Hauptbahnhof München: Rezensionen, Gleise, Umbau.)

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