Neue Pinakothek, Schließung
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Schlangestehen für die Kunst: Besucheransturm auf die Neue Pinakothek

Museum für die Kunst

Mega-Ansturm beim letzten Tag der Neuen Pinakothek - Manche Fans mussten sogar draußen bleiben

  • Simone Dattenberger
    VonSimone Dattenberger
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  • Christina Meyer
    Christina Meyer
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Ein letztes Mal anstehen für Monet, Klimt & Co.: Hunderte Kunstfans standen am Wochenende vor der Schließung der Neuen Pinakothek stundenlang Schlange. Der Ansturm war so riesig, dass gar nicht alle eingelassen werden konnten!

Update vom 1. Januar, 19.24 Uhr: Am 31. Dezember schloss die Neue Pinakothek fürs Erste ihre Türen: Bis zum Jahr 2025 wird das berühmte Münchner Museum für die Kunst des 19. Jahrhunderts generalsaniert – zum Abschied hatte der Freistaat allen Besuchern seit 17. Dezember für die letzten Tage freien Eintritt spendiert.

Bis zum Schluss rannten die Kunstliebhaber dem Haus die Türen ein: Zum großen Finale am Samstag und Sonntag standen Besucher bis zum Abend Schlange, teils 100 Meter entlang der Theresienstraße! Die Besucher mussten oft mehr als eine Stunde auf Einlass warten – einige Fans kamen sogar gar nicht mehr rein.

Frühestens in sechs Jahren macht die Neue Pinakothek wieder auf

Wer es nicht mehr geschafft hat, muss Geduld haben: Erst in frühestens sechs Jahren wird die Pinakothek wieder eröffnet. Grund: Das Museum ist in die Jahre gekommen. 1981 wurde der Bau nach den Plänen des Architekten Alexander von Branca eröffnet, als Nachfolger des im Krieg ausgebombten Museums aus der Zeit von König Ludwig I. Die Zeit ging nicht spurlos vorbei: Bei starkem Regen tropft Wasser durch das Dach. Auch die Technik etwa bei Lüftung oder Klimatisierung ist veraltet. Zudem sind laut dem Bauamt München die Wände mit Schadstoffen wie Asbest verseucht. Das riesige Haus mit seinen 22 Sälen und zehn Kabinetten muss komplett saniert werden. Sicherheits- und Klimatechnik, Wärmedämmung, Elektrik und Dach werden erneuert, außerdem sollen Schadstoffe beseitigt und die Barrierefreiheit verbessert werden.

Auf die wichtigsten Werke der Neuen Pinakothek, die vor allem Kunst des 19. Jahrhunderts zeigt, müssen Besucher aber nicht verzichten. Ab dem Frühjahr ist in der Sammlung Schack (Prinzregentenstraße 9) eine Auswahl zu sehen, weitere Gemälde und Kunstobjekte ziehen im Sommer in den Ostflügel der Alten Pinakothek gleich gegenüber. Später sollen außerdem Ausstellungen in anderen Museen der Bayerischen Staatsgemälde­sammlungen folgen.

Erstmeldung: Die Neue Pinakothek schließt - Besucher haben letzte Chance auf freien Eintritt

München - Abschiedshektik ist vor der Neuen Pinakothek ausgebrochen. Die Besucherschlangen ringeln sich entlang der Theresienstraße, und das Garderobenpersonal hat schon länger schweißtreibende Schwerstarbeit zu bewältigen. Ab Silvester ist das marode Museum für die Kunst des 19. Jahrhunderts von Caspar David Friedrich bis Vincent van Gogh voraussichtlich bis 2025 geschlossen. Seit 17. Dezember hat der Freistaat alle Besucher eingeladen, um das Gesamtkunstwerk bei freiem Eintritt noch einmal zu genießen. 

Neue Pinakothek in München: Komplette Sanierung nötig

Der Bau aus den Achtzigerjahren, Nachfolger des im Krieg ausgebombten Museums (1853) aus der Zeit von König Ludwig I., muss komplett saniert werden. Sicherheits- und Klimatechnik, Wärmedämmung, Elektrik und Dach können nicht mehr repariert werden. Gefährliche Materialien müssen raus, Barrierefreiheit und Vermittlungsarbeit müssen besser werden.

Neben dem freien Eintritt gibt es am 30. Dezember Abschiedsführungen. Zum Beispiel: Um 11 Uhr schildert Generaldirektor Bernhard Maaz seine Eindrücke zu Statuarik und Dynamik - Skulpturen von Klassizismus bis Rodin, Kurator Herbert W. Rott erzählt um 12.30 Uhr von München - Athen, der Traum vom neuen Hellas. Um 16.30 Uhr stellt Kuratorin Mirjam Neumeister mit Van Dyck und die englische Malerei den Bezug zur Alten Pinakothek her. Ab Juli 2019 werden dort bis zu 150 der berühmtesten Exponate der Neuen Pinakothek einen Unterschlupf finden. 

Zu einer Mega-Schlange kam es kürzlich auch vor dem Nationaltheater in München. Für ein besonderes Event standen viele Münchner an einem Samstag extra für auf.

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Simone Dattenberger

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