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Der Alte Botanische Garten bereitet vor allem den Anwohnern Sorgen. Polizisten gehen dort verstärkt Streife.

Nach Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion

Polizei und KVR: Keine Videoüberwachung für Alten Botanischen Garten

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Polizei und Kreisverwaltungsreferat sehen keine Notwendigkeit für eine Videoüberwachung im Alten Botanischen Garten. Er sei kein Kriminalitätsschwerpunkt.

München - Polizei und Kreisverwaltungsreferat sehen keine Notwendigkeit für eine Videoüberwachung im Alten Botanischen Garten. Die CSU-Stadtratsfraktion hatte eine Anfrage gestellt, ob dies aufgrund der gestiegenen Straftaten in dem Park nicht Sinn mache. „Aus Gründen der Prävention und um Täter abzuschrecken“, wie es von der CSU hieß. Anwohner, umliegende gastronomische Einrichtungen sowie Eltern, Schüler und Lehrer der angrenzenden Gymnasien seien besorgt.

Aus Sicht der Polizei ist der Alte Botanische Garten aber kein Kriminalitätsschwerpunkt. Gleichwohl stehe der Bereich unter besonderer Beobachtung. Auch, weil dort die Zahl der registrierten Straftaten rapide angestiegen ist. Wurden im Jahr 2011 noch 104 Straftaten im Alten Botanischen Garten gemeldet, waren es 2015 bereits 285 Delikte. Der Anstieg, so die Polizei, sei allerdings fast ausschließlich durch die Zunahme bei Rauschgiftdelikten verursacht. Die Zahl der Körperverletzungen sei von zehn auf 26 gestiegen, bei den Sexualdelikten habe sich die Zahl in den vergangenen fünf Jahren im niedrigen einstelligen Bereich bewegt. Aktuell sei ein Anstieg exhibitionistischer Handlungen festzustellen.

Das Polizeipräsidium München setzt am Sendlinger-Tor-Platz, am Bahnhofplatz und am Stachus insgesamt sechs Kameras zur Videoüberwachung ein. Eine Erweiterung auf den Alten Botanischen Garten erscheine auch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mit dichtem Baum- und Buschbewuchs nur bedingt geeignet, so die Polizei.

Klaus Vick

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