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Einsatz unter erschwerten Bedingungen: Die Feuerwehr löschte den Brand in luftigen Höhen.

Nachbarn vor Flammen bewahrt

Bei Brand in Barer Straße: Studenten werden zu Rettern

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Am Samstagmorgen werden die Bewohner eines Komplexes in der Barer Straße vom Feuer aufgeschreckt. Auch drei jungen Männern ist es zu verdanken, dass es keine Toten zu beklagen gibt.

München - Nicht nachdenken, einfach machen. Das war Philipp Wolfs (25) Devise, als er am Samstagmorgen zurück in die Wohnung kam und sein Mitbewohner zu ihm sagte: „Ich glaube, es brennt.“ Aus der Wohnung direkt unter ihnen quoll bereits pechschwarzer Qualm. Wolf und seine Freunde stürmten los, schlugen an die Türen ihrer Nachbarn und riefen: „Feuer! Alle raus!“

Weil die jungen Männer schnell und beherzt handelten, kamen bei dem Brand in der Barer Straße am Samstagmorgen alle mit dem Leben davon. Mehr als 70 Wohnungen liegen in dem Komplex.

BWL-Student „war voller Adrenalin“

Um 10.50 Uhr ruft Wolfs Mitbewohner die Feuerwehr. Sie packen ein paar Sachen zusammen und stürmen aus der Wohnung. Im Treppenhaus hängt Rauch. Sie teilen sich auf, wollen die Nachbarn so schnell wie möglich aus dem Haus bekommen. Wie lange die Aktion dauerte? Wie viele sie rausholten? Wann die Feuerwehr kam? „Ich war voller Adrenalin, da hast du kein Zeitgefühl oder so etwas“, sagt der BWL-Student.

Auch an die Tür der Brandwohnung hämmern sie. „Ein älterer Herr hat aufgemacht“, erinnert sich Wolf. In der Hektik hat Wolf ihn aber aus den Augen verloren. Laut Feuerwehr handelt es sich um einen etwa 50 Jahre alten Mann, der von den Flammen in seiner Wohnung überrascht - später aber „leicht verletzt“ ins Freie gebracht wurde. Er kam in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr bekam den Brand unter Kontrolle. Ursache des Brandes? Noch unklar.

Wohnung ist aktuell nicht bewohnbar

Wolf, seine Freunde und alle anderen Nachbarn blieben unverletzt. Die 3er-WG der Studenten ist derzeit unbewohnbar. Beißender Gestank. Boden, Wände und Einrichtung überzogen mit Ruß. „Wir übernachten alle bei Freunden. Wenn ich länger hier bin, krieg ich Kopfweh“, sagt Wolf. Er wolle nur mal kurz durchlüften. Ihr neuer, weißer Balkon ist rabenschwarz. Im Zimmer seines Mitbewohners ist die Decke rußig. Sachschaden im ganzen Haus: 100.000 Euro.

„Trotzdem bin ich froh“, sagt Wolf. „Alle sind gesund.“ Die Versicherung werde schon zahlen. Ein mulmiges Gefühl bleibt dennoch: Ihre Wohnung hat keinen Rauchmelder. Und die anderen Wohnungen wohl auch nicht.

tos

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