81-Jähriger reingelegt

Telefon-Betrüger gibt sich als BKA-Präsident aus

München - Ein 81 Jahre alter Senior ist beinahe auf eine Telefonbetrüger hereingefallen, der eine besonders hanebüchene Geschichte auf Lager hatte. 

Wie die Polizei berichtet, wurde ein 81 Jahre alter Münchner am Donnerstag, 5. Januar 2017, gegen 10.30 Uhr, von einem unbekannten Mann angerufen. Dieser behauptete, der Präsident des Bundeskriminalamts namens Holger Münch zu sein. 

Der Anrufer behauptete, der 81-Jährige sei zur Auslieferung an die Türkei ausgeschrieben sei, da er der Geschäftsführer eines Pornorings sei. Während des Gesprächs fragte der falsche „Holger Münch“ nach Kontodaten und Kontoständen. Der 81-Jährige gab die Daten preis. Der Anrufer fragte außerdem nach Schmuck, Bargeld und anderen Wertgegenständen. Auch dazu gab der 81-Jährige an, dass er Bargeld und Schmuck in seiner Wohnung habe. 

Als die 74-jährige Ehefrau eine Dienstausweiskopie per E-Mail zugeschickt bekommen haben wollte, um sich zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um einen Beamten des Bundeskriminalamtes handelt, übersandte der falsche Beamte stattdessen eine Schweigepflichtserklärung an die E-Mail Adresse des Ehepaars. Dazu wurde noch vermerkt, dass unter keinen Umständen mit Dritten über den Sachverhalt gesprochen werden darf, da man sich ansonsten strafbar machen würde. Die geforderte Schweigepflichtserklärung sandte der 81-Jährige nicht zurück.

Nach vier Tagen meldete sich der falsche Bundeskriminalbeamte erneut und fragte nach der Erklärung. Zudem wollte er einen Einstellungsbescheid für eine zu leistende Kaution übersenden. Ein derartiges Schreiben wurde dann jedoch nicht versandt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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