Am U-Bahnhof Theresienstraße

19-Jähriger tritt brutal auf Mann (24) ein: Haftbefehl

Bei einem Streit zwischen zwei Gruppen junger Männer tritt ein 19-Jähriger auf einen am Boden liegenden Mann ein. Die Auswertung der Videoüberwachung führt zum Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. 

München - Wie die Polizei berichtet, passierte der brutale Vorfall am Samstag vor einer Woche, 1. April. Um kurz nach 5 Uhr hatten zwei Gruppen von Männern, die alle aus Eritrea stammen, eine Auseinandersetzung am Bahnsteig des U-Bahnhofes Theresienstraße. Sie hatten sich zuvor in einer Bar in der Maxvorstadt aufgehalten und trafen am U-Bahnhof wieder aufeinander. Alle waren alkoholisiert.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen beleidigte eine Gruppe die andere, daraus entstand der Streit, ein 24-Jähriger aus dieser Gruppe zu Boden. Ein 19-Jähriger aus der Gruppe, die beleidigt wurde, trat mehrmals „mit stampfenden Bewegungen“ auf den am Boden liegenden 24-Jährigen ein, so dass der regungslos liegen blieb. Als die Polizei eintraf, waren einige Männer bereits geflohen. Der Geschädigte begab sich selbst zum Arzt. 

Der Vorfall war durch die Überwachungskameras des MVG aufgezeichnet worden. Nach Sichtung des Bildmaterials wertete die Staatsanwaltschaft München I den Sachverhalt als versuchtes Tötungsdelikt. Aus diesem Grund übernahm ab Donnerstag, 6. April 2017, die Mordkommission München die Ermittlungen. Im Zuge derer konnte das zunächst nicht namentlich bekannte Opfer identifiziert und vernommen werden. Im Weiteren konnte der 19-jährige Eritreer ermittelt und an seiner Wohnadresse in der Ludwigsvorstadt am Freitag, 7. April 2017, vorläufig festgenommen werden. 

Bei seiner Vernehmung durch die Mordkommission räumte er die Tat ein, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Die Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten sowie die Art der Beteiligung dauern an.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance

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