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Ein mulmiges Gefühl bleibt: Die Tat geschah auf einer Toilette der LMU.

Vorfall an der Ludwig-Maximilians-Universität

Verdächtiger Vergewaltiger gefasst: So reagierte er bei der Festnahme

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    Johannes Heininger
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Alles deutet darauf hin: Der Mann, der sich am Freitag an einer Studentin vergangen hatte, wollte drei Tage später wieder zuschlagen. Bei seiner Festnahme flippte er aus.

München - Nur mit Glück kamen zwei Frauen mit dem Schrecken davon, wenig später nahmen Polizisten Süleyman D. fest – er hat gestanden.

Am Montagnachmittag hatte sich der Täter auf der Damentoilette der Ludwig-Maximilians-Universität auf die Suche nach Opfern gemacht. Genau hier, wo sich der Vergewaltiger bereits am vergangenen Freitag an einer Studentin (25) vergangen hatte. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um ein und denselben Täter handelt. Ignaz Raab, Leiter des Kommissariats für Sexualdelikte, sagt: „Nach bisherigen Erkenntnissen trifft alles auf den Tatverdächtigen zu.“ Ihm wird eine brutale Tat zur Last gelegt.

Die überfallene und schwer verletzte Frau hatte sich am Freitag mit allen Kräften gegen die Vergewaltigung gewehrt und ihren Peiniger in die Hand gebissen. Wegen eines noch nicht verheilten Armbruchs war ihr Widerstand aber nur von kurzer Dauer. Raab bestätigte, dass der gebürtige Münchner Süleyman D. (25) eine Verletzung an der Hand hat, die durchaus von einem Biss stammen könnte. Auch die Erscheinung des Mannes deckte sich mit der Beschreibung der Studentin: Er hat eine kräftige Statur, speckiges Gesicht, rissige Lippen, trockene Haut. Gewissheit soll ein DNA-Abgleich bringen – die Studentinnen, die dem Mann am Montag begegneten, hatten bislang noch keine Gelegenheit, den Tatverdächtigen zu identifizieren. 

Verdächtiger Vergewaltiger soll Student sein

Gegenüber seinen Opfern hatte der Vergewaltiger angegeben, er heiße Max und studiere Mathematik im zweiten Semester. Ob D. tatsächlich an einer Münchner Universität eingeschrieben war, konnte die Polizei am Dienstag nicht bestätigen. Nach Informationen unserer Zeitung studierte der 25-Jährige aber Physik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften an der Lothstraße. Der Polizei war Süleyman D. bislang nicht bekannt. Raab: „Der Mann ist bei uns ein unbeschriebenes Blatt.“ Die Polizei führt ihn bislang als Verdächtigen.

Im Video: LMU - Tatverdächtiger festgenommen

Fakt ist: Nur drei Tage nach der ersten Tat gab es einen Vorfall, der dem Muster vom Freitag frappierend ähnelt. Raab: „Auch in diesem Fall hat der Täter vermutlich ein Geldstück verwendet und das Schlitzschloss der Toilettentür geöffnet.“ Doch eine 20-Jährige stemmte sich gegen die Tür und schrie aus Leibeskräften. Der Mann suchte das Weite. Auch eine 33-jährige Studentin begegnete dem Mann in der Damentoilette, berichtete der Polizei von „komischen Geräuschen“. Beide Frauen verständigten die Polizei. 

In der Zwischenzeit hatten die Studentinnen einen Professor über die Geschehnisse informiert und ihm den Mann beschrieben. Auch dieser Professor erkannte den Verdächtigen etwa zwei Stunden später auf dem Flur im Universitätsgebäude. Sechs Polizisten der Inspektion 12 (Maxvorstadt) rückten an und verhafteten den mutmaßlichen Vergewaltiger. Bei seiner Festnahme brannten Süleyman D. die Sicherungen durch. Er versuchte, die Polizisten zu schlagen und zu schubsen. Auf die Frage, ob er die Taten begangen hätte, nickte er. Am Dienstag wurde D. dem Ermittlungsrichter vorgeführt und weiter befragt.

Opfer kämpft mit schwerem Trauma

Die 25-Jährige, die am Freitag vergewaltigt worden war, macht eine schwere Zeit durch, wie Raab am Dienstag mitteilte: „Die Frau hat derzeit mit einem intensiven Trauma zu kämpfen.“ Neben den psychischen Folgen der verstörenden Tat trug die Studentin auch Verletzungen davon. Bei ihrer Gegenwehr hatte sie sich ihren Arm erneut gebrochen. Raab sagt: „Die junge Dame ist jetzt bei ihrer Familie und Ärzten in besten Händen.“

Video: snacktv

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