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Almauftrieb auf den Olympiaberg.

Hunderte Schaulustige

Almauftrieb: Weidevieh erklimmt den Olympiaberg

München - Weidevieh mitten in München? Am Sonntag staunten die Besucher des Münchner Olympiaparks nicht schlecht als sie sich plötzlich Auge in Auge Rindviechern gegenüber sahen.

Der Olympiaberg überragt München nur um 60 Meter - aber er bekommt immer mehr Attribute alpiner Gefilde: Nach Skiwettkämpfen und „Bergläufen“ zur Olympia-Alm auf dem Gipfel gab es am Sonntag einen Almauftrieb. Unter dem Motto „Stadt+Land+Kuh“ holte die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) 15 Jungrinder aus Oberbayern in die Landeshauptstadt. Angeführt von Landwirt Andreas Willibald aus Lenggries und begleitet von Hunderten Schaulustigen marschierte die Fleckviehherde auf den nach dem Krieg aus Schutt aufgehäuften Hügel. Alphornbläser traten auf, die Blaskapelle „Milchmöslblos'n“ und die „CubaBoarischen“ mit ihrem bayerisch-südamerikanischen Sound.

Unten „im Tal“ konnten Besucher Käse probieren und sich über Kuhduschen und das Leben der Tiere im modernen Kuhstall informieren. „Gerade in der aktuellen Situation ist uns daran gelegen, Erzeuger, Molkereien und Verbraucher zusammenzubringen und die Wertschätzung von Milch und Milchprodukten weiter zu stärken“, sagte LVBM-Geschäftsführerin Maria Linderer. Die Talfahrt der Milchpreise bringt die Bauern derzeit vielerorts in akute Bedrängnis.

Der Milchpreis liegt teils unter 20 Cent pro Liter. Aus Sicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) müssten die Landwirte aber etwa 43 Cent je Liter bekommen, um ein Auskommen zu ermöglichen. Pro Jahr schaffen laut BDM etwa 4000 der bundesweit 70 000 Betriebe ihre Kühe ab.

dpa

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