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Die neue BMW-Lackiererei ging erst im Mai in Betrieb. Manche Anwohner klagen seitdem über Gerüche und Kopfschmerzen.

Unternehmen gibt Versprechen ein

BMW stinkt Anwohnern gewaltig - noch

Anwohner in Milbertshofen müssen seit Juli mit mehr Gestank leben. Grund dafür ist der Autokonzern BMW. Der verspricht: Nur noch einmal wird es miefen.

München - Eigentlich sollte mit der Ende Mai eröffneten neuen Lackiererei alles besser werden. Die Anlage arbeite nicht nur hocheffizient, sondern produziere auch besonders nachhaltig, lautete das Versprechen von BMW. Die Anwohner in Milbertshofen allerdings klagen über eine gestiegene Geruchs- und Lärmbelästigung, die seit Anfang Juli vom Stammwerk ausgehe. Mehrere von ihnen beschwerten sich auf der jüngsten Bürgerversammlung des Stadtbezirks. Über „beißenden Geruch“ klagt der eine, über Kopfschmerzen als Folge ein anderer. Die Bürgerversammlung beschloss darum, die Stadt solle die Emissionen von einem Sachkundigen messen lassen.

BMW sind die Beschwerden der Nachbarn bekannt: „Wir bedauern diese sehr und nehmen sie sehr ernst“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage unserer Zeitung. Man befinde sich in engem Austausch, informiere die Anwohner und bitte um Verständnis. Der Geruch gehe nicht von der neuen Lackiererei aus, sondern von der alten Anlage, die aktuell noch im Parallelbetrieb läuft. Wahrscheinlich sei die Hitze schuld an der verstärkten Geruchsbildung.

BMW verspricht: Nur noch einmal soll es stinken

Allerdings: In den kommenden zwei Wochen könne es weiterhin vermehrt zu Gestank kommen. Wenn BMW die Lackierstraßen der alten Anlage endgültig stilllegt und abbaut, müssen auch Lackschlämme entsorgt werden. Vor allem in der Sommerhitze sei eine erneute Geruchsbelästigung „sehr wahrscheinlich“. Das Unternehmen will die Nachbarn in den kommenden Tagen mit einem Brief darüber informieren. Die gute Nachricht: Anschließend soll sich das Thema Geruch für alle Zeiten erledigt haben.

Den Lärm, der vermehrt vom Stammwerk ausgeht, verursachen derzeit zusätzliche Lüftungsanlagen in der neuen Lackiererei. Die Lüftung saugt Staub ab, solange die Bauarbeiten in der neuen Anlage noch nicht abgeschlossen sind. Das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt hat die Maßnahmen montags bis samstags zwischen 7 und 18 Uhr genehmigt. Aber schon in der kommenden Woche seien die Arbeiten beendet, und es werde wieder ruhiger, versprechen die Autobauer.

Ohnehin ruht die Fahrzeugproduktion des Unternehmens zwischen 14. August und 15. September, weil BMW weiter umbaut. Ab den Herbstmonaten befindet sich dann nur noch die neue Lackiererei im Regelbetrieb. Diese wird die Nachbarn des Stammwerks hoffentlich weder mit Gestank noch mit Lärm belästigen.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Milbertshofen – mein Viertel“.

Caspar von Au

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