Durch die Stadt gerast

Irres Raser-Rennen: Mit 180 Sachen durch München-Nord

Bei einem illegalen Rennen sind zwei Autofahrer mit über 180 Kilometern pro Stunde durch München gerast. Entkommen sind sie trotzdem nicht.

Irre Szenen in Milbertshofen: Was eine Routinekontrolle werden sollte, entwickelte sich zu einem halsbrecherischen Rennen durch die Stadt! Am Mittwochabend raste ein BMW der Polizei davon. Dazu gesellte sich ein Audi - beide Raser waren mit bis zu 180 Sachen unterwegs. Jetzt drohen den Temposündern lange Fahrverbote und saftige Geldstrafen. 

Gegen 22.10 Uhr wollten Streifenpolizisten einen 3er-BMW an der Ingolstädter Straße inspizieren. Kurz bevor die Beamten den Wagen erreichten, beschleunigte der 21 Jahre alte Fahrer aus dem Landkreis München und brauste mit 120 Stundenkilometern in Richtung Norden davon. 

An dieser Kreuzung an der Ingolstädter Straße gaben die beiden Raser Vollgas.

An der Kreuzung zur Neuherbergstraße gab dann auch der Fahrer eines Audi Q7 Vollgas, der von dem BMW überholt worden war und sich dadurch offenbar angestachelt fühlte. Auch der Audi erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern. Teilweise fuhren beide Raser mehr als 90 km/h zu schnell. 

Raser des Audi Q7 stellt sich der Polizei

Während die Polizisten, die die Verfolgung aufgenommen hatten, den Audi an der Anschlussstelle zur Autobahn A99 aus den Augen verloren, fuhren sie dem BMW hinterher. Kurz vor Oberschleißheim holten sie ihn ein und zogen ihn aus dem Verkehr. 

Anschließende Ermittlungen führten die Polizei in den Landkreis zur Wohnung des Audifahrers. Der 34-Jährige war dort nicht anzutreffen, meldete sich aber wenig später - wohl von schlechtem Gewissen geplagt - selbst bei der Polizei. Beide Männer müssen sich jetzt wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten. 

Drängeln, dicht Auffahren, Rasen, Überholen im Überholverbot: Wer andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt, soll nach dem Willen des Verkehrsgerichtstages

in Zukunft härter bestraft

werden.

J. Heininger

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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