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Am stillgelegten Busbahnhof könnte das geplante Olympiamuseum entstehen, der Olympiaturm kommt als Standort nicht mehr infrage.

Standort gefunden

Gute Idee? Schandfleck im Olympiapark soll zum Museum werden

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Die Suche nach einem Standort für das Olympiamuseum scheint endlich zu Ende zu sein. Nun hofft der Aufsichtsrat, dass das Konzept bis 2022 zum Jubiläum der Spiele von 1972 umgesetzt werden kann.

München - Über den Standort für ein Olympiamuseum und über die Neugestaltung des Busbahnhofs wird in München seit Langem diskutiert – allerdings bislang ergebnislos. Pläne gibt es viele, aber keine klaren Beschlüsse.

Olympiamuseum im Olympiapark

Der stillgelegte Busbahnhof verfällt, das Bauwerk gilt mittlerweile als Schandfleck im Olympiapark. Vorschläge zur Umnutzung gab es immer wieder: Studentenwohnheim, Hotel – neuerdings favorisieren Teile des Bezirksausschusses Milbertshofen-Am Hart ein Altenheim. Aktueller Stand der Dinge ist jedoch, dass der Bereich um den Busbahnhof mit mehr Grünflächen verschönert und die Dachkonstruktion saniert wird.

Olympiamuseum: So sehen die Pläne aus

Ein Museumsgebäude unter dem Dach würde dem Ziel mehr Grün im Umgriff des Busbahnhofs nicht unbedingt widersprechen. Ein Fachbüro hat im Auftrag der Stadt eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, wo und wie das Museum am besten realisiert werden könnte. Der Olympiaturm spielt darin keine Rolle mehr, weil dort eine unfangreiche Sanierung ansteht und die Museumsidee erst nach Ende dieser Arbeiten verwirklicht werden könnte – also weit nach dem Jahr 2022. Außerdem sind die vorgesehenen Räume unterhalb des Drehrestaurants – sie würden sich in dem Betonkorb auf zwei nicht mehr benötigten Techniketagen in 150 Metern Höhe befinden – offenbar zu klein und im Unterhalt zu teuer. Der Plan, eine Dauerausstellung in den Katakomben des Olympiastadions unterzubringen, hat sich schon länger zerschlagen, da die dortigen Räume nicht barrierefrei sind.

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Die Studie empfiehlt nun den Busbahnhof – womöglich in Verbindung mit dezentralen Stationen im gesamten Olympiapark. Die Vorteile dieses Standorts werden in dem Papier, das unserer Zeitung vorliegt, aufgelistet: So bildet der Busbahnhof das Eingangstor zum Park, er hat eine hohe Besucherfrequenz, liegt direkt an der U-Bahn-Station und gegenüber der BMW-Welt. Das Eissportzentrum als potenzieller Standort habe demgegenüber als einzigen Vorteil ein größeres Flächenangebot. Allerdings, und auch das geht aus der Studie hervor: Der Sammlungsbestand für das Museum müsste ohnehin noch ausgebaut werden. Eine größere Fläche wäre nur für begleitende Veranstaltungen notwendig.

Das Büro für Museumsberatung rechnet in seiner Studie mit 60.000 bis 80.000 Besuchern pro Jahr. Es würde ein attraktives Angebot für verschiedene Zielgruppen geschaffen, in dem gebündelt Objekte und Hintergrundinformationen zum Gesamtkunstwerk Olympiapark und zu den Sommerspielen 1972 wissenschaftlich aufbereitet und für die Zukunft bewahrt würden, heißt es. Perspektivisch würde ein Museum auch Sinn ergeben, weil die Stadt gerade erwägt, einen Antrag bei der Unesco zu stellen, damit der Olympiapark zum Weltkulturerbe erklärt wird. Ende 2017 waren Experten bei einem Hearing im Rathaus zu dem Ergebnis gekommen, dass der Olympiapark beste Chancen hätte, in die Unesco-Liste aufgenommen zu werden.

Offen ist noch, ob nicht auch ein Besucher-Informationszentrum mit Dauerausstellung ausreichen würde. Auch ein derartiges Informationszentrum hat die Studie bewertet. Ein Kooperationsmodell mit dem Museum wäre ebenso denkbar. In der Studie wird für das aufwendiger zu betreibende Museum ein jährlicher Zuschuss von 688.000 Euro errechnet, für das Besucher-Informationszentrum 352.000 Euro. Und auch die „Null-Variante“ ist möglich: Nach Informationen unserer Zeitung gilt das Museum innerhalb der Rathaus-Regierung von SPD und CSU nämlich noch lange nicht als „gesetzt“. Manche sagen, die Nähe zur BMW-Welt könne für ein Museum auch als Konkurrenz gesehen werden – und nicht als Vorteil.

Zeitdruck? Wann soll das Olympiamuseum eröffnet werden?

Dabei besteht höchster Zeitdruck. Wie zu erfahren war, müsste der Stadtrat vor der Sommerpause einen Grundsatzbeschluss über die Einleitung eines Wettbewerbs fassen, damit der Eröffnungstermin 2022 realistisch erscheint. Der Aufsichtsrat der Olympiapark GmbH wird sich Ende April noch einmal in einer Sondersitzung mit dem Thema befassen.

Der 26. August 1972 war ein glanzvoller Tag in der Geschichte Münchens und des deutschen Sports. Unterm Zeltdach wurden die Olympischen Spiele eröffnet. Dieser Medaillengewinner will ein Olympiamuseum für München

Der Olympiaturm - Münchens höchstes Bauwerk feierte gerade seinen 50. Geburtstag. Kennen Sie die Geheimnisse von Münchens höchstem Bauwerk?

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Milbertshofen – mein Viertel“.

Von Klaus Vick und Sascha Karowski

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