Die Ermittler suchen nach Hinweisen

Falsche Polizeibeamte stehlen Münchnerin 10.000 Euro

München - 10.000 Euro und mehrere Goldmünzen gab eine Münchnerin an Trickbetrüger weiter. Die Kriminellen hatten vorgegeben, Polizisten zu sein.

Am Dienstag, den 22. Dezember wurde eine 92-jährige Münchnerin abends in ihrer Wohnung in Milbertshofen von einem angeblichen Polizeibeamten angerufen. Er erzählte ihr, dass polizeiliche Ermittlungen zu einer rumänischen Diebesbande führen, die die Adresse der 92-Jährigen hätten und ihr Geld stehlen wollten. Die Polizei müsste deshalb zu ihr kommen, ihr Bargeld kontrollieren und kennzeichnen. 

Die Trickbetrüger zogen mit 10.000 Euro Bargeld und Goldmünzen davon

Die Dame wurde im Laufe der Nacht von weiteren angeblichen Polizeibeamten angerufen und immer wieder wurde sie darum gebeten, bei den Ermittlungen zu helfen. Noch in der Nacht überzeugte man sie und sie deponierte einen Bargeldbetrag im Wert von über 10.000 Euro sowie mehrere Goldmünzen bei ihrem Briefkasten im Erdgeschoss des Anwesens. 

Kurz darauf klingelte es bei ihr und an der Sprechanlage wurde ihr mitgeteilt, dass die Polizei nun da wäre. Sie betätigte den Türöffner, damit die Person das Haus betreten konnte. Später rief ein angeblicher Polizeibeamter an und teilte mit, dass nun Täter festgenommen werden konnten.

Am Vormittag des Folgetages kam ihr die Geschichte merkwürdig vor und die Münchnerin wählte den Polizeinotruf. Daraufhin nahm das Kommissariat 65 (Trickdiebstahl) die Ermittlungen auf. 

Die Polizei sucht nach Zeugen

Personen, die verdächtige Beobachtungen am 23.12.2015, zwischen 1 Uhr und 4 Uhr in der Leopoldstraße in Milbertshofen gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Die Münchner Polizei bittet um Vorsicht bei ähnlichen Anrufen. Wählen Sie nach einem entsprechenden Vorfall sofort den Notruf 110 und teilen Sie den Anruf mit. Die Polizei würde niemals von älteren Mitbürgern verlangen, Geld oder Schmuck außerhalb der Wohnung zu deponieren, um Tatverdächtige zu ergreifen.

Rubriklistenbild: © dpa

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