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Anschlagsziel: Die fast fertiggestellte Asyl-Unterkunft.

Jugendliche wollten Unterkunft anzünden

Vater warnte Polizei vor Anschlag auf Asyl-Heim

München - Nach dem Brandanschlag auf die geplante Asyl-Unterkunft an der Neuherbergstraße geht die Aufarbeitung weiter. Nun wurde bekannt, dass der Vater eines der Täter die Polizei gewarnt hatte.

Olaf Schleicher, stellvertretender Leiter der örtlichen Polizeiinspektion (PI 47), schilderte bei der jüngsten Sitzung des örtlichen Bezirksausschusses Milbertshofen-Am Hart (BA 11) weitere Details der Festnahme: Demnach sei am vergangenen Freitagabend gegen 21 Uhr bei der Polizei ein Anruf eingegangen – der Vater eines der drei später festgenommenen jugendlichen Täter gab den entscheidenden Hinweis. Bei der Kontrolle der drei Burschen an der fast bezugsfertigen Unterkunft fanden die Polizisten dann Steinschleudern, Glaskugeln und Material, um Molotowcocktails zu bauen.

Die drei Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren in der näheren Umgebung an der Neuherbergstraße. Zwei von ihnen haben selbst einen Migrationshintergrund, sagte Schleicher. Das Motiv der Täter sei es gewesen, die Fertigstellung der Unterkunft zu verzögern. „Sie wollten bewusst nicht die Unterkunft niederbrennen, wenn sie bewohnt ist, sondern davor“, sagte Schleicher. In zwei Wochen sollen die ersten Bewohner in die Unterkunft einziehen. Bis dahin will die PI 47 rund um das Grundstück am Harthof verstärkt Streife fahren.

Der BA ruft zudem zu einer Kundgebung auf. „Wenn wir da zahlreich erscheinen, wäre das ein gutes Zeichen“, sagt der BA-Vorsitzende Fredy Hummel-Haslauer (SPD). Die Aktion findet am Samstag, 12. März, um 12 Uhr vor der Flüchtlingsunterkunft an der Neuherbergstraße 24 statt.

Caspar von Au

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