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Chaos am Korbinianplatz in Milbertshofen: Viele Tage lang wurde nicht geleert.

Der Entsorger ist informiert

„Es stinkt!“: Müllberg vor Wertstoffinsel wächst - darum passiert nichts

Die Wertstoffinsel am Korbinianplatz verkommt immer mehr zum unkontrollierten Müllabladeort. Der Entsorger ist informiert - doch ihm sind aktuell die Hände gebunden.

München - Ein Meer aus Altglas ergießt sich vor der Wertstoffinsel am Korbinianplatz. „Mittlerweile haben sich da schon Viecher eingenistet“, schimpft Tina Plath. Die 37-Jährige kommt jeden Tag mit ihren beiden Kindern an dem Sammelplatz in Milbertshofen vorbei. Jetzt soll der Standort abgebaut werden.

Seit Ende April seien die Glascontainer nicht mehr geleert worden, berichtet Plath. „Es ist eine Zumutung, mit den Kindern da vorbeizulaufen. Es stinkt und ist unhygienisch!“ Die Milbertshoferin kann nicht verstehen, warum sich die Verantwortlichen nicht kümmern. Das tue man jetzt, heißt es von der Entsorgungsfirma Remondis. „Die Behälter werden heute im Laufe des Nachmittags abgezogen“, sagte eine Sprecherin am Montag zur tz.

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Containerleerung wegen Baustelle nicht möglich

Grund für die lange Untätigkeit des Entsorgers ist eine Baustelle, über die Remondis laut Sprecherin im Vorfeld nicht informiert worden war. Die Stadtwerke München erweitern am Korbinianplatz das Glasfasernetz und richten am U-Bahnhof Frankfurter Ring einen Technikraum ein. „Dennoch konnten wir bis Ende April in Absprache mit dem Bauleiter die Container leeren. Seit Anfang Mai war das nicht mehr möglich“, meint die Sprecherin.

Die Fahrspuren in der Knorrstraße sind auf Höhe des Korbinianplatzes wegen der Bauarbeiten eingeengt, die nördliche Fahrbahn des Korbinianplatzes ist im Einmündungsbereich zur Knorrstraße gesperrt - keine Möglichkeit mehr für die Entsorgungsfahrzeuge, zu den Containern zu gelangen. Der Standort soll nach Fertigstellung der Arbeiten - wohl Ende Mai - wieder eingerichtet werden.

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das

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