Nach Anwohnerklage

Asyl-Unterkunft: Gericht kippt Baugenehmigung

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München - Ein Vorzeigeprojekt der Stadt für junge Flüchtlinge steht möglicherweise vor dem Scheitern. Am Dienstag hat das Verwaltungsgericht die Baugenehmigung aufgehoben.

Dies teilte Sprecherin Sprecherin Christina Schnölzer mit. In dem neugebauten Haus an der Scharnhorststraße 16  in Moosach sollen in den kommenden Wochen heranwachsende Flüchtlinge zwischen 18 und 25 Jahren in 33 Einzelappartements einziehen. Anwohner, die offenbar nicht mit der Nutzung für Flüchtlinge einverstanden sind, hatten gegen die Baugenehmigung geklagt. Ihre Klage stützt sich vor allem darauf, dass die Fluchttreppe im Hinterhof nicht vorschriftskonform gebaut sei. Diesen formalen Grund hat das Gericht nun offensichtlich gelten lassen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, die Begründung steht noch aus. Es kann also noch mehrere Monate dauern, bis die Stadt entscheidet, ob sie gegen das Urteil in Berufung geht.

Was das Urteil unmittelbar für Folgen hat, wird jetzt von der Lokalbaukommission geprüft. Wie aus Verwaltungskreisen zu hören ist, soll aber zunächst alles laufen wie geplant. Die jungen Männer sollen einziehen, und bei der Feuertreppe soll gegebenenfalls nachgebessert werden. Nur wenn es dramatische Mängel gäbe, müsste die Stadt den Auszug verfügen, doch davon sei nicht auszugehen, heißt es. Auch bei der Münchener Hausbau GmbH, dem Bauträger und Eigentümer, ist man weitgehend entspannt. Die Nutzung für Flüchtlinge habe das Gericht nicht beanstandet, sagt Vertriebschef Andreas Bodmeier. Insofern werde am Plan, das Haus jetzt mit den jungen Männern zu belegen, vorerst festgehalten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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