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Jojo ist ­verliebt und sucht jetzt nach dem schönen Unbekannten.

Treffen im OEZ-Café

Jojo sucht ihre Liebe auf den ersten Blick

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Eine Kölnerin trifft in einem Café im OEZ den Mann ihrer Träume. Bei Facebook sucht sie ihn anschließend per Kleinanzeige.

München - Da kann wirklich nur noch der ­Liebesgott helfen: wenn eine Frau im Café ihre Liebe auf den ersten Blick trifft – und gleich wieder verliert. „Hallo liebe Münchner“, ­postet Jojo Forsbach auf Facebook. „Bitte helft Amor!“

Und dann erzählt die gebürtige Kölnerin, 52 Jahre alt, ihre Geschichte: Am Freitag um 13 Uhr habe sie mit einer Freundin im Coffee Fellows im Olympia-Einkaufszentrum gesessen. „Dort hatte ich mit einem sehr süßen Typen, der mir schräg gegenüber saß, Augenkontakt.“ Sie schätzt ihn auf Mitte 30 bis Mitte 40, er war in Begleitung eines Freundes, etwa 1,80 Meter groß, dunkelhaarig, braunäugig und leger gekleidet.

Leider sei sie „in solchen Situationen etwas zurückhaltend“. Dabei habe „Mr. 5-Tagebart“ sie „soooo süß“ angelächelt, „dass ich ihn gerne wiedersehen würde“. Auf der Facebookseite München Kleinanzeigen veröffentlicht sie auch ein Foto von sich: eine strahlende blonde Frau, die mit ihren Händen ein Herz formt. Wird sie ihr Herzblatt finden?

Helfer fürs Herz hat sie genug – bis gestern um 17 Uhr wurde ihr Aufruf fast 700-mal geteilt. Nutzer wünschen ihr in Kommentaren viel Glück und erfreuen sich an dem romantischen Beitrag: „Ich liebe solche Liebesgeschichten“, schreibt einer. Ein anderer meint: „Super Frau, die sich traut“.

So mancher Mann bedauert, nicht der Gesuchte zu sein. „Danke für die Heiratsanträge und vielen Freundschaftsanfragen“, antwortet Forsbach mit vielen Lachgesichtern. Ihren Traumtypen wiedergefunden hat sie bisher noch nicht.

Ein Nutzer fragt sie aber auch: „Du bist doch Kölnerin, Jojo, stehst du auf Fernbeziehungen?“ Denn Forsbach lebt in Köln und arbeitet bei einer Vermögensberatung. Ihre Antwort: „Wo die Liebe hinfällt…“

Am Telefon erzählt sie gegenüber Merkur.de: „Ich bin Finanzberaterin und beruflich alle vier Wochen für ein paar Tage in München, wo ich Kunden betreue.“ In ihren Pausen fahre sie oft ins OEZ ins „Coffee Fellows“, wo sie so gerne den Fenchel-Minze-Tee trinke. Diesmal habe sie fast zwei Stunden mit ihrer Freundin dort gesessen - und immer wieder trafen sich ihr Blicke mit denen des schönen Unbekannten.

„Wir haben uns auch dauernd angelächelt“, sagt sie. „Und als er ging, da hat er mich so breit angegrinst, wir haben uns sogar gewunken! Und jetzt kriege ich ihn nicht mehr aus dem Kopf.“ Sie ärgert sich, das sie nicht den Mumm hatte, ihn selbst anzusprechen - aber sie sei einfach schüchtern.

Dafür hat Jojo jetzt den Mumm, öffentlich nach ihrer Café-Liebe zu suchen. „Ich war früher mal Sängerin“, erzählt sie. Daher falle es ihr nicht schwer, sich zu präsentieren. Jojo hat mehrere lange Beziehungen erlebt, die längste dauerte 22 Jahre, davon zwölf verheiratet. „Ich bin treuer als ein Schäferhund“, sagt sie. „Ich verliebe mich so selten. Gerade darum fände ich es so schade, diesen süßen Typen nicht wiederzusehen.“

Wenn sie spricht, klingt in ihrer hellen Stimme bei jedem Satz ihre rheinische Frohnatur durch. „Ich bin zu 99 Prozent gutgelaunt und gehe offenen Herzens ins Leben“, sagt sie. Und das, obwohl sie einige harte Jahre hinter sich hat - mit einer Krebserkrankung und dem Verlust beider Eltern. „Aber was uns nicht umbringt, macht uns nur härter“, sagt sie bewundernswerterweise.

Auch dass sie nun hunderte Freundschaftsanfragen von interessierten Männern bekommt, nimmt die lebenslustige Frau mit Humor. Durch und durch frohgemut blickt sie in die Zukunft - und hofft nun, dass sich ihr Traummann aus dem OEZ wieder meldet!

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