Andreas „Anderl“ Fuchs hat lustige Moosacher Lausbuben-Geschichten zusammengestellt. Die Nachfrage nach dem Buch ist groß.
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Andreas „Anderl“ Fuchs hat lustige Moosacher Lausbuben-Geschichten zusammengestellt. Die Nachfrage nach dem Buch ist groß.

Lustiger Lesestoff

Darüber lacht das ganze Dorf: Moosacher schreibt Lausbubengeschichten auf

  • Sabine Heine
    vonSabine Heine
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Früher war alles anders? Kann schon sein. Besonders im beschaulichen Moosach. Da waren die Burschen noch echte Lausbuben. Anderl Fuchs hat die wildesten Geschichten aufgeschrieben.

Moosach – Ja, das waren noch Zeiten, als die Burschen nicht viel anderes im Kopf hatten, als Unsinn zu machen. Als sie sich als menschliche Abschleppseile verdingten, mit 80 Sachen von Moosach nach Glonn gerast sind, kopfüber betrunken in den Abgrund gefallen oder einem Gscheidhaferl in den Sturzhelm ...bäh, nein, das darf man in einer Zeitung nicht schreiben.

Na jedenfalls lauter Lausbubengeschichten – die meisten davon richtig lustig und alle mittendrin im Leben. Bis heute erzählt man sich am Stammtisch die schönsten Erlebnisse aus Zeiten, als Moosach noch viel dörflicher war als heute.

Anderl Fuchs war immer an vorderster Front mit dabei

Einer war immer mit dabei, sozusagen an vorderster Front der Lausbubenbrigade: Anderl Fuchs. Der Mann ist bekannt wie ein bunter Hund in Moosach. Feuerwehr, Fußball, Dorferneuerung, langjähriger Autor bei den „Moosacher Streifzügen“. Der frühere Postbeamte hat gerne mitgemischt im Dorfleben – und dabei eben so einiges erlebt. Das hat er nun in einem Buch zusammengefasst. Schonungslos ehrlich. „Einmal Lausbub – immer Lausbub“ ist das amüsante Buch überschrieben. Auf 276 Seiten klärt der 72-Jährige die Leser darüber auf, was es einst bedeutete, ein Bursche vom Land zu sein. Und nicht nur er selbst. Schonungslos nennt Fuchs die Namen – meistens jedenfalls. Nun ist das hier auch kein bösartiger Enthüllungsroman, sondern eine Aneinanderreihung kurzer Geschichten der lustigsten Ereignisse seit den 1950er Jahren. „Ich will ja niemanden bloßstellen“, sagt Anderl Fuchs. „Die Zeiten waren doch aufregend damals für uns junge Burschen. Und auch ein bisserl wild.“ Sicher wird der eine oder andere mit Namen genannte Moosacher bei der Lektüre gelegentlich mit den Zähnen knirschen. Übelnehmen wird die Geschichten Anderl Fuchs garantiert keiner. Das wäre jetzt auch etwas zu spät. Schließlich hat Fuchs die meisten – und besten – Geschichten schon seit Jahren bei Veranstaltungen im Dorf vorgelesen – und immer großen Erfolg damit gehabt.

„Ich bin erstaunt, dass die jungen Leute heute so brav sind“, wundert sich der Autor. Na ja, vielleicht schafft es der eine oder andere von den Jungen, das Buch zu lesen und kommt dabei auf passende Ideen...

100 Exemplare sind schon verkauft

Bereits 100 Exemplare von „Einmal Lausbub – immer Lausbub“ sind schon über die Verkaufstresen von Moosacher Dorfladen und Metzgerei gegangen „Beschwert hat sich noch keiner“, freut sich der Autor. Inzwischen wird das Buch auch in der Bank in Alxing verkauft, für 9,95 Euro. (Bestellung über den Buchhandel geht auch, ISBN-10: 3752671343).

Das Cover hat übrigens Fuchs’ Enkelin Madison (15) gemalt. Franz Bumeder hat lektoriert. Im Dorf hilft man eben zusammen. Sogar bei so entlarvenden Lausbubengeschichten.

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