Hoffnungen enttäuscht

Moosacher kritisieren geplante Straßen-Projekte

Mit einer ganzen Liste wollten die Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) Moosach das Problem ihrer vielen sanierungsbedürftigen Straßen im Stadtviertel angehen.

München - Entsprechend viele Vorschläge sind in den vergangenen Wochen bei Angelika Bueb (CSU), Vorsitzende des Unterausschusses Verkehr, eingegangen. Doch die Hoffnung auf Verbesserungen bekam nun einen schweren Dämpfer, denn in der jüngsten BA-Sitzung stellte Bueb die Planung der Unfallkommission für das laufende Jahr vor.

Nach dieser soll das Budget lediglich für vier Projekte reichen: für die Wiederherstellung des Straßenbelags an der Riesstraße, den Parkplatz an der südwestlichen Ecke des Westfriedhofs, einen kleinen Teil der Landshuter Allee sowie für die Roteinfärbung des Radwegs auf dem Wintrichring zwischen Lachauer- und Menzinger Straße.

Letzteres geht auf den Grundsatzbeschluss der Stadt zur Förderung des Radverkehrs zurück – und ist sehr teuer. „Fraglich ist, warum diese Maßnahmen aus unserem Budget bezahlt werden soll“, sagt Bueb. Denn laut dem Grundsatzbeschluss sollten die neuen Markierungen aus der städtischen Nahmobilitätspauschale bezahlt werden. „Dann könnte das Geld für andere Sanierungen benutzt werden, wie die Radwege an der Baubergerstraße und der Netzerstraße“, zählt Bueb auf. Das Gremium will darum prüfen lassen, von welchem Geld die Roteinfärbung des Radwegs bezahlt wird und ob nicht doch noch weitere Sanierungsprojekte in Moosach verwirklicht werden können.

Fest steht indes: Unabhängig vom Sanierungsbudget wird sich im Stadtviertel an der Feldmochinger Straße zwischen Andernacher Straße und Pelkovenstraße einiges tun. Wiederholt hatte es Beschwerden gegeben, dass der Radweg dort beidseitig viel zu schmal und kaputt sei und teilweise durch parkende Autos zusätzlich verengt. Nun soll der Radweg umgebaut werden und ein gemeinsamer Rad- und Fußweg entstehen. Hier sollen Radler dann grundsätzlich auf der Straße fahren, können jedoch auch den Gehweg benutzen. Außerdem soll auf der Westseite ein absolutes Halteverbot zwischen 6.30 und 19.30 Uhr eingeführt werden sowie ein absolutes Halteverbot auf der Ostseite auf Höhe der Hausnummer 56.

Doch das langt nicht jedem: „Das ist zu kurz gegriffen“, findet Johanna Salzhuber (SPD). Daher fordert die SPD in einem Antrag auf diesem Abschnitt eine Tempo-30-Zone. CSU und FPD sprachen sich zwar gegen diesen Vorschlag aus – der Antrag wurde aber mehrheitlich beschlossen.

Lisa-Marie Birnbeck

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Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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