Bezirksausschuss dagegen

SWM wollen Tram-Halt an der Hanauer Straße verlegen

München - Die Verschiebung der Tram-Haltestelle Hanauer Straße in Moosach soll nicht, wie anfänglich geplant, nur von temporärer Natur sein.

Wie Angelika Bueb (CSU) vom Bezirksausschuss (BA) Moosach ihren Kollegen vom Stadtteilgremium mitteilte, haben die Stadtwerke bereits erste Schritte für eine permanente Verschiebung unternommen. Bei der Regierung von Oberbayern sei ein offizieller Antrag gestellt worden. Das Provisorium wurde geschaffen, um die Sanierung der Deckelfugen am U-Bahnhof Westfriedhof zu ermöglichen. Für die dauerhafte Verlegung sprechen laut SWM die vielen Neubauten und die nahegelegene Schule, denn so hätten die Schüler einen kürzeren Weg von der Dachauer Straße.

Bueb widersprach diesem Argument, die Schüler müssten eine zusätzliche Straße überqueren, sagte sie. Die alte Haltestelle sei weitaus sicherer. Diese Ansicht erfuhr bei den Fraktionen allgemeine Zustimmung. Hannelore Schrimpf (SPD) störte sich neben der geplanten permanenten Verschiebung auch an der Vorgehensweise der Stadtwerke. Diese hätten den BA laut Satzung vor dem offiziellen Antrag kontaktieren müssen und nicht danach. Auch die Frist von nur einer Woche für eine Stellungnahme zu dem SWM-Antrag stieß bei den Lokalpolitikern auf Entrüstung. „Es ist ein Unding“, erklärte Florian Wies, Fraktionssprecher der CSU.

Der BA sprach sich jedenfalls vorerst einstmmig gegen eine dauerhafte Verlegung der Tram-Haltestelle Hanauer Straße aus.

lmb

Rubriklistenbild: © Bodmer Oliver

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