Vorfall am Montagmorgen

Alarmierender Facebook-Post der Münchner Polizei: So können wir unsere Arbeit nicht machen

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Mitten im Berufsverkehr mussten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr am Montagmorgen ausrücken - und wurden dabei mächtig behindert.

München - Gegen 6.30 Uhr hatte es auf der Landshuter Allee ziemlich gekracht. Ein Lastwagen war mit einem Pkw zusammengestoßen. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte konnten am Montagmorgen nur sehr langsam zur Unfallstelle vordringen. Es kam zu gewaltigen Behinderungen. Das lag nicht nur am Berufsverkehr.

„Die eingesetzten Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei konnten nur unter deutlich erschwerten Bedingungen und unter zeitlicher Verzögerung die Unfallstelle erreichen, da im dichten Verkehr keine Rettungsgasse gebildet wurde“, klagt die Polizei München auf ihrer Facebook-Seite.

Eine mitgelieferte Aufnahme zeigt ein großes Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, das versucht, im morgendlichen Stau vorwärts zu kommen. Nur wenige Verkehrsteilnehmer scheinen tatsächlich bereit, eine Rettungsgasse zu bilden. Viele blockieren den Weg.

Nach hartem Kampf konnten Spezialisten der Feuerwehr schließlich zu dem leicht verletzten Pkw-Fahrer vordringen. Der Mann musste mit schwerem Gerät befreit werden. Dazu entfernten die Einsatzkräfte das Dach des Fahrzeugs.

Die Münchner Polizei richtete nach dieser ärgerlichen Episode einen Appell an alle Verkehrsteilnehmer. „Sobald es zu Stauungen kommt - auch im Innenstadtbereich - ist eine Rettungsgasse zu bilden“, baten die Beamten auf Facebook.

Etwas kurioses erlebten Polizisten, als sie einenSchulbus in Freimann kontrollierten. Dieser war so beschädigt, dass er eigentlich nicht mehr fahren sollte. 

Video: Das hier ist eine vorbildliche Rettungsgasse

Lesen Sie auch: Keine Rettungsgasse: Sanitäter und Notarzt müssen kilometerweit zu Unfallopfern laufen 

Lesen Sie auch: „Nicht mehr hinnehmbar“: Münchner Feuerwehrler fordern jetzt Polizei-Schutz

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Moosach - mein Viertel“.

Rubriklistenbild: © dpa / Andreas Gebert

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