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Der Haupteingang des neuen Busbetriebshofes liegt an der Ecke Georg-Brauchle-Ring und Hanauer Straße.

Moosach

Neues Heim für Münchens Busse

Der neue Busbetriebshof, der in Moosach entstehen soll, hat nun ein endgültiges Gesicht bekommen. Es ist ein beachtliches Projekt, das sich die Stadtwerke München (SWM) vorgenommen haben – der Moosacher Bezirksausschuss ist begeistert.

München - Westlich des Abfallbetriebshofs soll bis Ende 2020 auf einem rund 4,1 Hektar großen städtischen Grundstück am Georg-Brauchle-Ring der Komplex „Hybrid.M“ entstehen, der auf bis zu 200 Gelenkbussen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ausgelegt sein wird. Hier finden die Busse nicht nur einen neuen Stellplatz, sondern werden gereinigt, gewartet, aufgetankt und wenn nötig repariert. Ganze 220 Meter lang wird die Gebäudeseite am Georg-Brauchle-Ring, um die Ecke erstreckt sich der Komplex auf 150 Meter entlang der Hanauer Straße. Hinter diesen Gebäuderiegeln wird der eigentliche Busbetriebshof liegen. Durch diese Anordnung soll das Gebäude den Lärm nach außen hin dämmen.

Insgesamt umfasst der 25 Meter hohe Gebäudekomplex nach den vorliegenden Plänen sechs Stockwerke. Untergeschoss, Erdgeschoss und die erste Etage wollen die Stadtwerke selbst nutzen, die oberen Stockwerke sollen als Büroflächen vermietet werden. Ein von außen nicht sichtbarer Lichthof wird sich vom zweiten bis zum fünften Stockwerk erstrecken.

Die Fassade ist geprägt von unterschiedlich großen und schräg gegeneinander versetzten Fensterelementen, die durch vertikal verlaufende Bänder aus eloxiertem Aluminium unterteilt sind. An der spitz zulaufenden Ecke zwischen Georg-Brauchle-Ring und Hanauer Straße wird im Erdgeschoss ein Teil ausgespart und von mehreren Säulen getragen. Das lässt den Eindruck eines offenen Eingangsbereichs entstehen. Hier soll neben der betriebseigenen Kantine für die Mitarbeiter auch ein öffentlich zugänglicher Gastronomiebetrieb eröffnet werden.

In der nordöstlichen Ecke des Gebäudes soll zudem eine Hochgarage entstehen. Zu den 324 Pkw-Stellplätzen, von denen neun behindertengerecht werden sollen, gelangt man über eine spiralförmig nach oben laufende Rampe. Die Ein- und Ausfahrt der Busse wird westlich der Auffahrtsspindel ausschließlich über den Georg-Brauchle-Ring abgewickelt.

Der Bezirksausschuss Moosach (BA 10) ist von den Plänen begeistert. „Das ist ein ganz besonderes Projekt für Moosach“, sagt Armin Ziegler (SPD), Mitglied im Unterausschuss Bau. Lediglich die Ein- und Ausfahrt über den Georg-Brauchle-Ring scheint dem Stadtteil-Gremium nach den Plänen nicht eindeutig geregelt. Hier sei nicht ersichtlich, ob durch eine Ampelschaltung geregelt wird, dass die Busse ungehindert in beide Richtungen ein- und ausfahren können. Ansonsten sprach sich der BA einstimmig für das Bauprojekt aus.

Die Pläne für den neuen Busbetriebshof stammen vom Kölner Architektenbüro JSWD Architekten, das sich in einem nicht offenen Wettbewerb gegen zwölf Kontrahenten durchgesetzt hat. Mit dem neuen Busbetriebshof wollen die SWM dem kontinuierlich steigenden Fahrgastaufkommen im Münchner Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nachkommen. Der stark sanierungsbedürftige Busbetriebshof West in Laim hat sich nach 60 Jahren als nicht mehr zukunftsträchtig erwiesen. Noch Ende dieses Jahres soll die Baugrube für das Großprojekt ausgehoben werden.

Lisa-Marie Birnbeck

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