Für das laufende Jahr kalkuliert die Stadt mit rund 43 Millionen Euro Zuschuss an die Stadtbibliothek
+
Für das laufende Jahr kalkuliert die Stadt mit rund 43 Millionen Euro Zuschuss an die Stadtbibliothek.

Mehr städtische Zuschüsse

Eine Milliarde, die Münchens Bürger zugute kommt: Wie viel Geld wohin fließt

  • Sascha Karowski
    VonSascha Karowski
    schließen

Die Stadt München spendiert ihren Bürgern im Jahr 2019 mehr finanzielle Mittel denn je. Der mit Abstand gewichtigste Punkt stellt die Reduzierung der Kita-Gebühren dar.

Die Stadt zahlt ab 2019 knapp eine Milliarde Euro an Zuschüssen für Bürger – so viel wie noch nie! 965 Millionen Euro fließen nächstes Jahr, 995 Millionen Euro übernächstes Jahr. Im Vergleich: Im Jahr 2016 beliefen sich die freiwilligen Ausgaben auf rund 900 Millionen. Hauptgrund für die Steigerungen ist die vom Stadtrat gewünschte Reduzierung der Kita-Gebühren.

Wie viel Geld Familien dank der städtischen Subventionen sparen, dröselte Kämmerer Christoph Frey (SPD) anhand von Beispielen auf. Ohne die Zuschüsse müsste beispielsweise ein Paar, das vier Mal im Jahr die Philharmoniker besucht, rund 106 Euro mehr pro Karte zahlen. Eine Schülerin an der Sing- und Musikschule (Geige, Tarif B) würde ohne die Finanzhilfen mit rund 447 Euro im Jahr mehr belastet.

Investitionen der Stadt München: 35 Mio. Euro für den Nahverkehr

Für das laufende Jahr kalkuliert die Stadt mit rund 43 Millionen Euro Zuschuss an die Stadtbibliothek, was eine Ersparnis von rund 3,63 Euro pro Ausleihe zur Folge hat. 34,5 Millionen Euro Zuschuss fließen an die Kammerspiele, 20 Millionen Euro an die Philharmoniker, 16,3 Millionen Euro ans Stadtmuseum (Ersparnis: 119 Euro pro Besucher) sowie 15,6 Millionen Euro an die Volkshochschule.

Auch werden das Volkstheater bezuschusst (8,9 Millionen Euro), das Lenbachhaus (15,5 Millionen Euro), das NS-Dokuzentrum (5,8 Millionen Euro). Besucher sparen sich so 83,69 Euro (Volkstheater), 63,50 Euro (Lenbachhaus) und 58,75 Euro beim Besuch des Dokuzentrums.

Ab 2019 wird die Stadt zum einen mit 35 Millionen Euro die Preise im Nahverkehr subventionieren (Tarif-Reform). Zudem werden 16 bis 17 Millionen Euro zusätzlich investiert, um die Gebühren für die Kita-Nutzung zu reduzieren (derzeit: 245 für städtische, 389 Millionen Euro für nicht-städtische Einrichtungen). Die Bezuschussung beginnt ab 1. September.

Ab 2020 umfasst die Finanzspritze das gesamte Jahr und liegt mithin bei 45 Millionen Euro. Für Münchner Familien ergibt sich eine Ersparnis zwischen 1500 und 3100 Euro pro Jahr. „Das ist Geld, das ich auch erst mal verdienen muss“, sagt Frey. 

München: Dahin fließt das Geld für Kinder- und Kulturstätten

  • 389 Mio. Euro für nicht-städtische Kindertageseinrichtungen
  • 245,5 Mio. Euro für städtische Kindertageseinrichtungen
  • 43,1 Mio. Euro für Münchner Stadtbibliothek
  • 34,5 Mio. Euro für Münchner Kammerspiele
  • 20,0 Mio. Euro für Münchner Philharmoniker
  • 16,3 Mio. Euro für Münchner Stadtmuseum
  • 15,5 Mio. Euro für das Lenbachhaus

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare