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Über den Schriftzug an der Fassade einer Münchner Apotheke schmunzeln zahlreiche Passanten (Symbolbild).

Apotheker in Erklärungsnot

Verkauft Apotheke am Viktualienmarkt tatsächlich Drogen an Kunden? Verwirrung um Schriftzug

Drogenverkauf in einer Münchner Apotheke? Ein Werbe-Schriftzug brachte nun eine Apotheke am Viktualienmarkt in die Schlagzeilen.

  • Garantierte Lacher in München: Eine Apotheke verwirrt mit einem kuriosen Schriftzug.
  • Jetzt soll die „Botschaft“ entfernt werden.
  • Der zuständige Apotheker nimmt Stellung.

München - Eine Münchner Apotheke will einen kuriosen Schriftzug an ihrer Fassade ändern. Er hatte viele Kunden zunehmend verwirrt. „drogen“ steht über der Löwen-Apotheke am Viktualienmarkt - neben „homöopathie“. 

„Der Schriftzug wird demnächst geändert“, erklärte Apotheker Carlo Pirolo am Samstag (18. Januar 2020). Zuvor hatte Bild über das Thema berichtet. „Er (der Schriftzug, d. Red.) ist aber schon immer so, seit 1970 bestimmt“, äußerte sich Pirolo weiter. Mit dem, was man gemeinhin unter Drogen verstehe, habe das allerdings nichts zu tun. 

Diesen kuriosen Schriftzug werden Kunden bald nicht mehr sehen.

München: Drogenverkauf in Apotheke? Schriftzug soll verschwinden

„Wenn Sie in eine Drogerie gehen, kaufen Sie ja auch keine Drogen. Damit sind die Arzneimittel gemeint.“ Die Löwen-Apotheke gibt es Angaben Pirolos zufolge seit dem Jahr 1624. Eine Mitarbeiterin sagte bezüglich der für Verwirrung sorgenden Fassade: „Kamille, Melisse - das ist mit Drogen gemeint. Aber die Leute wissen das nicht.“

Immer wieder sind in München auffällige Luxus-Karossen unterwegs. Die jüngste Entdeckung wird nur scheinbar von der Polizei genutzt.

Witziger Nebeneffekt: in der Apotheke am Viktualienmarkt wären Drogen theoretisch erhältlich. Marihuana etwa gebe es aber „selbstverständlich nur gegen Rezept“, wie Pirolo versichert. Menschen, die sich einer Drogen-Ersatztherapie unterziehen, erhalten das Substitutionsmittel Methadon.

lks/dpa

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