Das soll künftig deutlich seltener passieren: Ein MVG-Bus steht im Stau.
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Das soll künftig deutlich seltener passieren: Ein MVG-Bus steht im Stau.

81 Minuten Fahrtzeit werden eingespart

München hilft dem Bus auf die Sprünge - so sollen die Fahrzeuge künftig schneller durch die Stadt kommen

  • Sascha Karowski
    VonSascha Karowski
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Die Stadt München investiert in den Ausbau des Busnetzes. Das sogenannte dritte Maßnahmenbündel sieht neue Spuren, Halteverbote und veränderte Ampelschaltungen auf 18 Straßen vor.

München - München hat sich zur Verkehrswende bekannt. Damit das Projekt funktioniert, muss der ÖPNV ausgebaut werden, U-Bahn*, Bus und Tram müssen so attraktiv sein, damit sie eine schnellere und günstigere Alternative zum Auto darstellen. Der Stadtrat soll am Mittwoch genau dafür weitere Projekte beschließen. Auf 18 Streckenabschnitten soll das Bussystem verbessert werden.

Vorgesehen ist unter anderem eine neue Rechtsabbiegespur an der Kreuzung Frankfurter Ring/Schleißheimer Straße. Der Bus könnte so an dieser Stelle bis zu fünf Minuten einsparen. Ähnliches erhofft sich die Verwaltung für die Kreuzung Hanauer-/Triebstraße durch eine neue Rechtsabbiegespur.

München: Neue Busspur in der Knorrstraße

Weil die Busse der Linien X30 und 149 auf dem Teilstück der Töginger-/Einsteinstraße ab Einmündung Weltenburger Straße oft im Stau stehen, soll nun eine Busspur entstehen. Stau herrscht auch abends auf der Grillparzerstraße zwischen Prinzregentenstraße und Einsteinstraße. Für die Buslinien 54, 58 und 100 fallen in der Hauptverkehrszeit durchschnittlich 2,6 Minuten Verspätung an. Auch hier soll eine Busspur eingerichtet werden – in südlicher Fahrtrichtung zu Lasten von Stellplätzen und der Rechtsabbiegespur. Morgens indes stehen die Busse auf der Putzbrunner Straße zwischen Waldheimplatz und „Im Gefilde“ im Stau. Dort soll stadteinwärts eine Busspur entstehen, indem die Fahrspuren auf das Regelmaß verschmälert werden.

Eine neue Busspur bekommt auch die Knorrstraße zwischen Max-Diamand-Straße und Frankfurter Ring. Dazu wird der rechte Fahrstreifen in südlicher Fahrtrichtung umgewandelt. Das gilt auch für die Denninger Straße zwischen Arabellastraße und Richard-Strauss-Straße. Dort entfällt der rechte Fahrstreifen in westlicher Richtung. Eine neue Busspur entsteht zudem auf der Auen- und Wittelsbacherstraße zwischen Roecklplatz und Baldeplatz.

Rosenheimer Straße: Bus darf künftig die Linksabbiegerspur benutzen

Um den morgendlichen Stau auf der Rosenheimer Straße umfahren zu können, soll der Bus künftig die Linksabbiegespur zum Geradeausfahren benutzen dürfen. Nach der Kreuzung soll ferner eine kurze Busspur zum Einfädeln auf die Rosenheimer Straße entstehen.

Für die Pfeuferstraße zwischen Baumgartnerstraße und Margaretenplatz soll die Ampelschaltung optimiert werden. Außerdem soll die Stadt prüfen, ob zusammen mit den neuen Radwegen auch eine Busspur markiert werden kann.

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, soll die Ampelanlage an der Garmischer Straße/Luise-Kiesselbach-Platz zwischen Scharnitzstraße und Murnauer Straße optimiert werden. Auf der Lortzingstraße soll die Ampel Pippinger Straße/Theodor-Storm-Straße ausgetauscht und mit einer verkehrstechnischen Steuerung versehen werden. Verbesserte Ampelschaltungen sind zudem auf der Falkenstraße sowie am Mariahilfplatz zwischen Taubenstraße und Schweigerstraße vorgesehen.

München: Programm zur Busbeschleunigung in vollem Gange

Einseitig und ganztägige Halteverbote könnten auf der Lothstraße zwischen Linprun- und Nymphenburger Straße eingerichtet werden. Ein solches Halteverbot soll auch auf der Denninger Straße zwischen Amberger Straße und Newtonstraße sowie auf der Straße Am Blütenanger zwischen Feldmochinger Straße und Reigersbachstraße eingerichtet werden. Ebenso auf der Grafinger Straße zwischen Innsbrucker Ring und Ampfingstraße und auf der Vesalius- zwischen Eversbuschstraße und Georg-Reißmüller-Straße.

„Das Programm zur Busbeschleunigung in München* ist ein zentraler Baustein, um die Attraktivität des Nahverkehrs weiter zu erhöhen“, sagt SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl. „Mit dem dritten Maßnahmenbündel sparen wir bis zu 81 Minuten Fahrtzeit ein.“ Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher sagt: „Viele Fahrgäste werden von der höheren Zuverlässigkeit der Express- und Metrobuslinien profitieren. Für diese Vorteile sind wir bereit, finanzielle Mittel aus dem Klimabudget und auch Flächen bereitzustellen.“ - Sascha Karowski Noch mehr Nachrichten aus München lesen Sie hier. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert. (*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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