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Ferien und Corona-Lockdown: Hohe Wartezeiten an Münchner Wertstoffhöfen - AWM veröffentlicht Aufruf

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Von: Stéphanie Mercier

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Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine
Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine. © Götzfried

Schließen die Wertstoffhöfe in München wegen dem Lockdown? Diese Frage scheint viele Bürger zu beschäftigen. Die Warteschlagen sind teilweise enorm, ein Appell ist nötig.

München - Kaum ist der Corona-Lockdown wieder da, scheinen Münchner die Befreiung in den eigenen vier Wänden zu suchen – sie räumen und sortieren aus, was das Zeug hält. Doch bevor sie sich vom Ballast des Alltags endgültig trennen können, werden viele auf eine Geduldsprobe gestellt: Vor vielen Wertstoffhöfen bildeten sich – wie zu Lockdown-Zeiten im Frühjahr – lange Autoschlangen. Am Montag war so viel los, dass der AWM im Netz warnte: „Heute herrscht an den Wertstoffhöfen sehr großer Andrang. Bitte kommen Sie nur bei unaufschiebbarem, dringenden Entsorgungsbedarf!“

Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine
Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine. © Götzfried

München: Corona und Herbstferien sorgen für Mega-Andrang an den Wertstoffhöfen

Besonders lang im Stau stand man vor den Recyclinghöfen in Großhadern, Langwied, Sendling, Trudering und – wie auf den Fotos zu sehen – in Thalkirchen. Die AWM-Pressesprecherin Kathrin Stanner-Junghanns vermutet hinter dem großen Andrang, dass viele Münchner Angst haben, dass die Wertstoffhöfe wieder schließen könnten. „Da kann ich Entwarnung geben: Wir bleiben trotz Lockdown offen!“ Zudem würden nun viele Familien die Ferien nutzen, um die Wohnungen und Häuser zu entrümpeln oder den Garten winterfest zu machen. Stanner-Junghanns: „Wer in den nächsten Tagen zum Wertstoffhof fährt, sollte idealerweise am Vormittag kommen.“ Zudem kann man unter www.awm-muenchen.de/wertstoffhoefe die Stoßzeiten der jeweiligen Wertstoffhöfe einsehen.

Eine weitere Empfehlung der Pressesprecherin: „Bündeln Sie Ihren Müll! Wer für nur eine Spraydose zum Wertstoffhof fährt, hält die anderen unnötig auf.“ Bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll und einen Kubikmeter Gartenmüll dürfen Münchner* kostenlos bei den städtischen Anlagen entsorgen. „In der Regel sagt man, dass das ungefähr ein voller Pkw-Kombi ist“, so Stanner-Junghanns. Wer gleich mit einem vollen Umzugswagen zum Wertstoffhof fährt, muss draufzahlen. Übrigens: Auch auf den elf Wertstoffhöfen der Stadt gilt Maskenpflicht.

Unterdessen hat die Polizei in München-Giesing eine Kindergeburtstagsparty aufgelöst - mit über 100 Gästen wegen Missachtung der Corona-Maßnahmen*. *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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