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München wegen Corona immer höher verschuldet? Von wegen - Gewerbesteuer sprudelt so stark wie nie

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Von: Klaus Vick

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Die Stadt München kann Schulden abbauen - denn die Gewerbesteuer ist 2021 bislang nur so gesprudelt
Die Stadt München kann Schulden abbauen - denn die Gewerbesteuer ist 2021 bislang nur so gesprudelt. © Frank Hoermann/SVEN SIMON/Imago

Aufgrund der Corona-Krise wurde von der Münchner Stadtregierung Ende 2020 ein düsteres Szenario an die Wand gemalt. Das hat sich nun aber als falsch herausgestellt.

München - Die Stadt wird wohl wider Erwarten ihren Schuldenstand zum Jahresende 2021 verringern können. Das geht aus der Information der Kämmerei hervor. So betrugen die Verbindlichkeiten im November 1,33 Milliarden Euro, zum 31. Dezember 2020 waren es noch 1,54 Milliarden Euro. Kämmerer Christoph Frey (SPD) hatte vor gut einem Jahr in Anbetracht der Corona-Krise noch einen möglichen Anstieg der Schulden prognostiziert.

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München mit weniger Schulden: 2021 doppelt so viel Gewerbesteuer wie im Jahr zuvor

Doch aufgrund unerwartet hoher Gewerbesteuereinnahmen und eines strikten Sparkurses ist der Schuldenberg nicht weiter gewachsen. Laut Kämmerei flossen heuer bereits rund 3,3 Milliarden Euro Gewerbesteuer in die Stadtkasse – Rekord! Das ist nahezu eine Verdoppelung gegenüber 2020 (1,7 Milliarden).

Der bisherige Schulden-Höchststand datiert aus dem Jahr 2005. Damals lagen die Verbindlichkeiten der Stadt bei 3,41 Milliarden Euro. Dieser Schuldenberg konnte bis Ende 2019 auf 636 Millionen Euro abgetragen werden. In den kommenden Jahren dürfte er jedoch wieder anwachsen, weil der Stadt massive Ausgaben vor allem für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bevorstehen. Gleiches trifft auf die Bürger zu, die seit kurzem wieder mit Fahrpreiserhöhungen konfrontiert werden.

München: Stadtregierung plant Investitionen in verschiedenen Bereichen

Die Rathaus-Regierung von München hat überdies für 2022 Investitionen in den sozialen Zusammenhalt, Digitalisierung, Klimaschutz und Wohnungsbau angekündigt. Dies seien zentrale Bausteine der grün-roten Politik. Angesichts der hohen Gewerbesteuereinnahmen seien auch Mehrausgaben für bürgerfreundliche Verwaltung, Bildung und Kinderbetreuung möglich.

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