Der Eingang zum Viktualienmarkt, an dem ein Hinweisschild zur Maskenpflicht steht.
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In München gelten am Montag neue Corona-Beschränkungen.

Landeshauptstadt ist Pandemie-Hotspot

Corona-Alarmstufe „Dunkelrot“: Darauf müssen Münchner sich jetzt einstellen - der große Regel-Überblick

  • Andreas Thieme
    vonAndreas Thieme
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München ist Corona-Hotspot - die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Weil die Inzidenz über 100 angestiegen ist, gelten ab Montag härtere Regeln. Diese gefallen natürlich nicht allen.

  • Corona* hat die Stadt München* weiter fest im Griff.
  • Die Stadt hat den Inzidenzwert von 100 überschritten - nun sollen strengere Regeln helfen, gegen das Virus vorzugehen.
  • Ab 21 Uhr müssen Gaststätten nun schließen. Aus Sicht der Wirte die falsche Maßnahme.

München - Die Zahlen steigen und steigen: Am Sonntag (25. Oktober) wurden 206 weitere Corona-Fälle gemeldet. Sie sorgen dafür, dass die Sieben-Tage-Inzidenz die wichtige Marke reißt. In München gab es in den vergangenen sieben Tagen 100,6 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit liegt die Inzidenz für die Landeshaupstadt über dem kritischen Wert von 100! Jetzt tritt Markus Söders Alarmstufe Dunkelrot in Kraft. Und mit ihr die neuen Beschränkungen, die Bayerns Ministerpräsident (CSU) festgelegt hat. Ab dem heutigen Montag gilt:

Die Sperrstunde für die Gastronomie beginnt eine Stunde früher. Um 21 Uhr müssen Restaurants und Bars komplett schließen.

Coronavirus München: Alkoholkonsum wird weiter eingedämmt

Auch der Alkoholkonsum an beliebten öffentlichen Plätzen – dem Balde- und Gärtnerplatz, an der Gerner Brücke, am Wedekindplatz und im Bereich zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke – wird weiter eingedämmt. Das Verbot gilt schon ab 21 Uhr.

Um 21 Uhr schrillt genauso für die Betreiber von Tankstellen ein Alarm: Sie dürfen dann keinen Alkohol mehr verkaufen, aber weiter geöffnet haben.

Coronavirus München: Keine weiteren Verschärfungen bei persönlichen Kontakten

Außerdem gilt bei Sportevents und kulturellen Veranstaltungen: Nur noch maximal 50 Besucher sind zugelassen. Ausgenommen von dieser Regel sind Demonstrationen, Gottesdienste und der Hochschulbetrieb.

Bei den persönlichen Kontakten gibt es hingegen keine weiteren Verschärfungen. Es dürfen nach wie vor nur maximal fünf fremde Leute oder zwei Haushalte zusammenkommen.

Die neuen Regeln für München: „Sie treffen leider die Falschen“, sagt Florian Lechner, Wirt vom Paulaner am Nockherberg. „Wo die größten Hygiene-Regeln herrschen, wird man am härtesten gestraft. Für mich ist das nicht mehr nachvollziehbar.“ Wenn die Sperrstunde bei weiter steigenden Zahlen noch verkürzt werde, „kann man dann gleich ganz zulassen“.

Für Wirte-Sprecher Gregor Lemke passen die Maßnahmen nicht zusammen

Auch für Gregor Lemke, Sprecher der Innenstadtwirte, passen die neuen Maßnahmen nicht zusammen. Denn: „Jeder kann sich ausrechnen, dass der Andrang größer wird in der kurzen Zeit. Die Leute gehen ja nicht um 21 Uhr nach Hause. Sondern das wird in Bereiche verdrängt, die man dann nicht kontrollieren kann.“

Im Kulturbetrieb gibt sich der Intendant des Gärtnerplatztheaters, Josef E. Köpplinger, kämpferisch: „Wir spielen auf jeden Fall“, sagt er unserer Zeitung. „Auch vor 50 Leuten, auch unsere große Opernproduktion ,Tosca‘.“ Er müsse seine Gastsänger ohnehin auszahlen. „Da lasse ich sie lieber auftreten.“

So lange es noch geht. Fakt ist: Aktuell wurden in München 15 094 Erkrankungen gemeldet, in dieser Zahl enthalten sind 12 284 Genesene. Aktive Fälle gibt es derzeit also 2810. Das freiwillige Testprogramm der Staatsregierung wird rege nachgefragt: Seit dem Start vor drei Monaten haben sich im Freistaat 708 689 Menschen ohne Symptome testen lassen. „Auch wenn diese Tests nur eine Momentaufnahme sind“, sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Sie sind ein nützliches Instrument, um Infektketten so früh wie möglich zu unterbrechen.“ nah, thi - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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