Ein Schild mit der Aufschrift "Corona Test Center" steht vor dem Corona-Testzentrum am Münchner Flughafen - die Karte der 7-Tage-Inzidenz zeigt eine bedenkliche Entwicklung für das Münchner Umland.
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Ein Schild mit der Aufschrift «Corona Test Center» steht vor dem Corona-Testzentrum am Münchner Flughafen - die Karte der 7-Tage-Inzidenz zeigt eine bedenkliche Entwicklung für das Münchner Umland.

Werden Regeln wieder verschärft?

Corona in München: Zahl der Neuinfektionen steigt an - Landkreis im Umland übersteigt Frühwarnwert 

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  • Florian Naumann
    Florian Naumann
  • Richard Strobl
    Richard Strobl
  • Lucas Sauter-Orengo
    Lucas Sauter-Orengo

Auch in München steigen die Corona-Zahlen wieder. Jetzt sorgt eine Entwicklung im Münchner Umland für Aufsehen.

  • Die Zahlen der Neu-Infizierten mit dem Coronavirus* steigen an vielen Orten wieder an.
  • Gesundheitsreferat gibt aktuellen Zahlen heraus, wo sich die Münchner mit dem Virus infizieren. (Update vom 21. August, 18.21 Uhr)
  • Alle News und Infos rund um München finden Sie immer aktuell in unserem tz-München-Ressort*.

Update vom 31. August, 18.35 Uhr: Stephanie Jacobs verlässt ihren Posten als Referentin für Gesundheit und Umwelt im Münchner Rathaus. Die 43-Jährige wechselt in Kürze in das bayerische Gesundheitsministerium.

Update vom 24. August, 13.34 Uhr: Bußgelder für Corona-Verstöße sollen deutlich erhöht werden. In München hat Ministerpräsident Söder erste Details genannt.

Update vom 23. August, 21.46 Uhr: Während ganz München wohl gerade dem FC Bayern die Daumen im Champions League Finale drückt, spielte heute Ministerpräsident Markus Söder den Spielverderber. Im Freistaat werde es bis auf weiteres keine Corona-Lockerungen geben. Und damit sprach er sich auch gegen Besuche von Konzerten und Fußballspielen aus. „Wir können doch nicht im Ernst in der Situation (steigende Infektionszahlen) weitere Lockerungen beschließen“, so Söder. Damit bleiben vorläufig die Tore der Allianz Arena und der Olympiahalle geschlossen.

Update von 14.55 Uhr: Im Landkreis Ebersberg und in Rosenheim hat die Zahl der Corona-Infektionen den vereinbarten Frühwarnwert überschritten. Im Landkreis Ebersberg, rund 35 Kilometer von München entfernt, gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Samstag 35,88 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert mit 47,28 noch deutlich höher.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50. In München wurden am Donnerstag (20. August) 84 neue Fälle gemeldet, die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 27,05.

Update vom 22. August, 11.58 Uhr: Die Corona-Teststation an der A3 bei Passau war kurzzeitig geschlossen. Der Grund ist noch unklar. Alle Informationen zum Coronavirus in Bayern im News-Ticker.

Coronavirus in München: 84 neue Fälle in der bayerischen Landeshauptstadt

Update vom 21. August, 22.43 Uhr: In München wurden für Donnerstag, 20. August (Stand 23.59 Uhr), 84 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.047 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.180 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Die Reproduktionszahl ist weiter hoch. Sie liegt bei 1,35. Das heißt, dass im Schnitt eine Person 1,35 Menschen mit dem Virus infiziert.

Update vom 21. August, 18.21 Uhr: Reiserückkehrer - besonders aus Risikogebieten - stehen schon länger im Verdacht, für aktuelle Corona-Fälle in Deutschland verantwortlich zu sein. Nun untermauert das Münchner Gesundheitsreferat auf Anfrage des Radiosenders Gong 96.3 diesen Verdacht mit aktuellen Zahlen. Besonders ein beliebtes Urlaubsziel ist offenbar im besonderen Maße dafür verantwortlich, dass die Zahlen in der Landeshauptstadt wieder so stark ansteigen. 66 Münchner haben sich nach Angaben von Gong96.3 unter Berufung auf das Referat in Kroatien mit dem Virus infiziert. Damit stellen sie die größte Gruppe dar. Sie liegen damit sogar noch vor den Infizierten, die sich in München selbst mit Corona angesteckt haben. Wann genau die 66 Personen getestet wurden, ist nicht bekannt.

Wie der Radiosender weiter berichtet, soll sich rund die Hälfte der Neuinfizierten am Balkan infiziert haben. Rund 20 Münchner seien bei Reisen nach Spanien, Frankreich und Italien positiv auf das Virus getestet worden.

Die Corona-Testpannen sorgen bei der bayerischen Bevölkerung weiter für Unsicherheit. Mehrere hundert Passagiere erhielten ihre Ergebnisse zu spät zurück.

Coronavirus in München: Tourismus in der Landeshauptstadt bricht wegen Pandemie ein

Update vom 21. August, 13.20 Uhr: Der Tourismus in München ist coronabedingt im ersten Halbjahr eingebrochen. Die Bilanz für die ersten sechs Monate dieses Jahres falle erwartungsgemäß ernüchternd aus, teilte die Stadt am Freitag mit. Von Januar bis Juni gab es in Hotels und anderen Beherbergungsstätten 3,62 Millionen Übernachtungen - im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 8,29 Millionen. Die Zahl der Gästeankünfte sank von 4,02 Millionen auf 1,63 Millionen.

Corona in München: Virus hat „dramatische“ Folgen für die Stadt

Das entspreche einem Rückgang von 56,4 Prozent bei den Übernachtungen und 59,3 Prozent bei den Ankünften. Für Juni 2020 gab es sogar ein Minus von 73,6 Prozent bei den Übernachtungen und von 76,9 Prozent bei den Ankünften. „Die Zahlen sind nicht überraschend, aber dramatisch“, sagte Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU)

Update vom 20. August, 18.00 Uhr: Nicht nur in München steigen die Corona-Fallzahlen - in einem Nachbar-Landkreis der Landeshauptstadt kommt die Entwicklung mittlerweile gar schon in einen kritischen Bereich: In Ebersberg sind am Mittwoch erneut neun neue Fälle gemeldet worden, wie Merkur.de* berichtet. Damit kommt der Nachbar-Landkreis jener Schwelle bedenklich nahe, ab der das Gesundheitsamt neue Maßnahmen prüfen muss.

Fünf neue Ansteckungen mit dem Coronavirus meldete das Landratsamt Ebersberg schon von Dienstag auf Mittwoch. Bei ihnen handelt es sich größtenteils um Reiserückkehrer aus Kroatien, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes.

Bemerkenswert ist der rapide Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz. Sie zeigt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in der zurückliegenden Woche infiziert haben. Im Landkreis Ebersberg liegt sie nun bei 30,95. Bereits bei einem Wert von 35 sind in Bayern die lokalen Gesundheitsämter verpflichtet, lokale Maßnahmen gegen weitere Ansteckungen zu prüfen und das Gesundheitsministerium zu möglichen Ursachen der Fallzunahmen zu informieren. Bei einem Anstieg auf 50 müssen Lockerungen rückgängig gemacht und neue Beschränkungen verhängt werden.

Corona in München: Hat die „zweite Welle“ schon begonnen? Klarer Trend in der Landeshauptstadt

Update vom 20. August, 15.19 Uhr: In München wurden für Mittwoch, 19. August (Stand 23.59 Uhr), 86 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 7.961 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.145 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Damit geht der Trend in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell nach oben. In den vergangen Tagen wurden 67 (Dienstag), 84 (Montag) und 49 (Sonntag) Fälle gemeldet.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 26,57. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,41 (Stand 19.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 141 Menschen neu anstecken.

Update vom 20. August, 8.05 Uhr: Die Corona-Test-Pannen an den Grenzen halten das bayerische Gesundheitsministerium auf Trab. Doch in München spazieren Reiserückkehrer - teilweise aus Risikogebieten - einfach in die Stadt. Am Busbahnhof ZOB gibt's eine Riesen-Lücke.

Coronavirus in München: 67 weitere Corona-Fälle verzeichnet

Update, 17 Uhr: Die Zahl der offiziell mit dem Coronavirus infizierten Personen in München steigt weiter an. Wie die Stadt nun erklärt, wurden in den vergangenen 24 Stunden weitere 67 Personen positiv auf das Virus getestet. Damit infizierten sich nach offiziellen Angaben mittlerweile rund 7.869 Personen in München nachweislich mit dem Coronavirus. Ein Münchner Infetiologe entdeckte auch eine Mutation des Virus.

Corona Sondersitzung JETZT live: Opposition zerpflückt Söder-Ministerin - kommen jetzt schärfere Regeln für München?

Update, 15.49 Uhr: Die Sondersitzung im Landtag in München ist beendet. Nach fast drei Stunden und einer langen Reihe von gegenseitigen Schuldzuweisungen ist das Ergebnis bestenfalls ernüchternd. Die Fehler wurden eingestanden und eine Vielzahl an Erklärungen geboten. Die Strategie sieht vor, die Verarbeitung der Daten weiter zu digitalisieren. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass alles richtig verlaufe, sei nach Angaben von Melanie Huml auch weiterhin nicht gegeben. Das liege aber auch daran, dass einige Menschen ihre Daten falsch angeben. Die Teststrategie muss jedoch weiter verbessert werden, die Regierung ist am „optimieren wo wir können“, wie die Gesundheitsministerin sagte. Eine Schlüsselrolle bei Corona-Test könnten auch Rolltreppen* spielen.

Update, 14.27 Uhr: Die Antwort-Runde von Gesundheitsministerin Huml beginnt. Aus der Dynamik des Geschehens habe man beschlossen, das Testangebot auch für Reiserückkehrer aus anderen Bundesländern zur Verfügung zu stellen und zu bezahlen. Eine Software soll bessere Testergebnisse durch eine genauere Auswertung geben. Söder sagte nach Angaben von Huml, dass ein zweiter Test sinnvoll sei. Es handele sich demnach nicht, wie von der Opposition behauptet, um eine Pflicht zu einem zweiten Test.

Update, 14.00 Uhr: Die Aussprache beginnt, es soll um eine Klärung des Problems gehen und darum, wie man solche Fehler in Zukunft vermeiden kann. Die Opposition fragt, warum die Tests nicht schon wochenlang im Voraus vorbereitet worden war. Schließlich seien die Sommerferien nicht plötzlich gekommen. Gefragt wird außerdem, warum nicht bereits am Montag, sondern erst am Mittwoch auf das Problem reagiert wurde.

Update, 13.37 Uhr: Melanie Huml sagt bei der Sitzung, sie habe sich an die Öffentlichkeit gewandt, als klar wurde, dass die Zahlen deutlich höher seien als angenommen. Sie betont, dass die rasche Einrichtung der Testzentren richtig war, weil die Menschen sonst nicht getestet werden könnten. Sie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und zu den Fehlern zu stehen.

Update, 13.30 Uhr: Laut Gesundheitsministerin Huml ließen sich bereits 175.411 Menschen in Bayern auf das Coronavirus testen. Dabei wurden 2939 positive Ergebnisse ermittelt, die Laut Huml ohne die Tests eingereist wären, ohne von der Infektion zu wissen. Es sei die Initiative von Bayern gewesen, dass es überhaupt zu einer Test-Möglichkeit kam. Huml bedankt sich, bei den zahlreichen Ehrenamtlichen die in den Teststationen arbeiten.

Huml gibt die Pannen bei der Testsituation zu und entschuldigt sich. Es sei auch zu großen Wartezeiten gekommen. Sie sieht in der Identifikation der positiv Getesteten jedoch auch einen Erfolg. Zu Beginn sei die Situation aufgrund von technischen Problemen erschwert gewesen. Das Testangebot sei, vor allem an den Autobahnen in hoher Zahl in Anspruch genommen worden. Die Daten der Menschen mussten händisch nachgeprüft werden.

Update, 13.18 Uhr: Ein Antrag wird gestellt, um den Ministerpräsidenten in die Sitzung zu zitieren. Markus Söder habe sich jedoch bereits letzte Woche dazu geäußert, heißt es von anderer Seite. Es gebe keine Notwendigkeit, dass der Ministerpräsident an der Sitzung teilnehme. Die Sondersitzung sei eine Sitzung des Gesundheitsausschusses und kein Untersuchungsausschuss. Der Antrag, Markus Söder in die Sitzung zu zitieren, ist abgelehnt worden.

Update vom 19. August, 13.07 Uhr: Die Corona-Sondersitzung am bayrischen Landtag in München beginnt. Gesundheitsministerin Melanie Huml muss Rede und Antwort stehen. Hat sie von der Test-Panne schon im Vorfeld gewusst? Durch die Panne könnten die Regeln in München wieder verschärft werden.

Zu Beginn der Sitzung geht das Thema um die Vorbildfunktion Bayerns. Dass sich die Bevölkerung freiwillig und kostenlos testen lassen kann, sei vorbildlich. Wenn Neues eingeführt wird, geschehen auch Fehler, heißt es. Der Freistaat Bayern tue viel für die Gesundheit der Menschen, mehr als jedes andere Bundesland.

Update, 14.42 Uhr: In ganz Europa steigen aktuell die Corona-Infektionszahlen wieder an. Dieser Trend zeigt sich leider auch in München. Am Montag wurden 84 neue Fälle in der Landeshauptstadt gemeldet, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Damit übersteigt die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit Ende April wieder die Marke von 80.

Damit haben bislang seit Beginn der Pandemie insgesamt 7 802 Personen aus München mit dem Virus infiziert (7 109 Personen gelten als wieder genesen, 223 Tote). Die Reproduktionszahl stieg mit den Neuinfektionen auf 1,54 und liegt damit weit über dem gesetzten Ziel von 1 und deutlich über dem Wert vom Wochenende (1,17). Die 7-Tage-Inzidenz für München liegt bei 19,23. Diese entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

In den 84 neu gemeldeten Fällen entfallen ganze 48 auf Infektionen, die in einem Testzentrum für Reiserückkehrer durch einen positiven Test entdeckt wurden. 31 davon wurden am Flughafen, 11 an Autobahnen und sechs am Hauptbahnhof positiv getestet.

Test-Chaos in Bayern: 120 Party-Besucher in Quarantäne - Münchner Gesundheitsreferentin mit Rat an Reiserückkehrer

Update, 12.40 Uhr: Die Corona-Krise hat gravierende Auswirkungen für die Messe München. Das laufende Jahr wird mit einem Verlust abgeschlossen. „Schon jetzt steht fest, dass wir rote Zahlen schreiben werden“, erklärt Messechef Klaus Dittrich. Auch die weiteren Aussichten sind trüb: „Ja, wir haben schon die ersten Absagen für nächstes Jahr“, so Dittrich weiter.

Die Messe München verfügt über ein Hygienekonzept mit breiteren Gängen und großzügigen Ständen. Nach einem halben Jahr Stillstand könnten nun Mitte Oktober bis zu 2700 Besucher zur Immobilienmesse Expo Real kommen - statt 49.000 wie vor einem Jahr. Aber wenn die Besucher nicht aus aller Welt kämen, lohne sich für manche Aussteller die Teilnahme nicht mehr, sagt der Messechef. Wenn große Messen wie die Analytica, Electronica und Automatica im Herbst und Winter doch nicht wie geplant stattfinden könnten, müsse man sicher weitere Sparmaßnahmen einleiten“.

Test-Chaos in Bayern: 120 Party-Besucher in Quarantäne - Münchner Gesundheitsreferentin mit Rat an Reiserückkehrer

Update, 11.41 Uhr: Noch immer hat die Panne um die Corona-Tests im Freistaat Auswirkungen. In Bodenwöhr in der Oberpfalz müssen nun nach einem bestätigten Infektionsfall 120 Kontaktpersonen in Quarantäne. Ein nach einer Italienreise positiv getesteter Mann hatte an einer Geburtstagsparty mit rund 100 Gästen teilgenommen, noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte. Die anderen 20 Menschen seien weitere Kontaktpersonen des Mannes.

Der Mann hatte sich bei der Rückkehr am Donnerstag (13. August) an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen und am Sonntag (16. August) sein Ergebnis erhalten - da hatte er aber schon kräftig gefeiert. Seinem Gastgeber hatte er gesagt, ihm sei an der Grenze zugesagt worden, bei einem positiven Ergebnis binnen 24 Stunden informiert zu werden. Weil ein Anruf ausblieb, habe er an der Feier teilgenommen.

Im restlichen Freistaat - darunter auch in München - könnte es noch zu ähnlichen Vorfällen kommen. Weiterhin konnten nach der Test-Panne nicht alle ursprünglich Getesten ausfindig gemacht werden (siehe Update vom 18. August, 10.39 Uhr).

Nach Test-Chaos in Bayern: Münchner Gesundheitsreferentin hat Ratschlag für Urlaubsrückkehrer aus Landeshauptstadt

Update vom 18. August, 10.39 Uhr: Nach dem Test-Fiasko in Bayern hat die Stadt München die Kapazitäten der Corona-Teststation Theresienwiese erhöht. Statt 200 Tests pro Tag sind nun 1000 Tests möglich. Auch die Zeiten, zu denen sich Verdachtsfälle testen lassen können, wurden auf 8 bis 20 Uhr erweitert. Genutzt wird die Station an der Theresienwiese auch von zahlreichen Urlaubsrückkehrern.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter machte sich nun vor Ort ein Bild von den Abläufen und sprach dabei von einem „wertvollen Service für alle Münchnerinnen und Münchner“. Reiter gab außerdem eine Mahnung zu Corona* mit auf den Weg. „Wir sind alle verantwortlich, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen, Abstand halten und Masken tragen bieten nach wie vor den besten Schutz gegen eine Infektion“, so der Oberbürgermeister.

Bei den Testungen des Freistaats für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten, Flughäfen und Bahnhöfen (siehe Update vom 14. August, 07.48 Uhr) konnten mittlerweile von den ursprünglich 949 nicht mehr zuzuordnenden Tests 903 ermittelt werden. Die Befundmitteilung an 46 positiv Getestete steht allerdings weiterhin aus. Münchens Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs äußerte sich dazu und gab Reiserückkehrern aus München einen Ratschlag. „Wer als Reiserückkehrer mit Wohnsitz in München sein Testergebnis nicht innerhalb von 3 bis 4 Tagen erhält, kann das Angebot der kostenlosen Testung auf der Theresienwiese wahrnehmen“, so die Gesundheitsreferentin.

Corona in München: So viele Infektionen wie seit Mai nicht mehr - Wieder deutlicher Anstieg

Update, 15.19 Uhr: In München wurden am vergangenen Freitag 53, am Samstag 27 sowie am Sonntag, 16. August (Stand 23.59 Uhr), 49 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.718 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7012 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Damit wurden von Freitag bis Sonntag insgesamt 129 Fälle gemeldet. Der Freitag verzeichnet mit 53 Neu-Infektionen den stärksten Anstieg seit dem 13. Mai, damals waren es 72 Fälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 17,60. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,17 (Stand 16.8.)

Update, 10.37 Uhr: In München steigen die Zahlen der Neu-Infizierten mit dem Coronavirus wieder an. Ein Bild aus der U-Bahn am Hauptbahnhof zeigt jetzt, wie wenig Abstandsregeln im Alltag eingehalten werden.

Update vom 17. August, 6,47 Uhr: Das Corona-Beben trifft Mallorca mit voller Wucht. Wir klären auf, was Urlauber jetzt wissen müssen und haben mit Münchner Urlaubern gesprochen, die trotzdem fliegen.

Update vom 15. August, 20.08 Uhr: Durch die ausgesprochene Reisewarnung für das spanische Festland und die Balearen rollt derzeit eine Welle von Urlaubsheimkehrern auf Deutschland zu. Zwar sei laut Flughafen München die Zahl der getesteten Personen gestiegen, doch ein wirklicher Ansturm sei ausgeblieben. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes befinden sich aktuell noch rund 30.000 deutsche Touristen auf den Balearischen Inseln, vor allem auf Mallorca.

Dem BR zufolge gibt aber immer noch zahlreiche Urlauber, die sich auf den Weg in Richtung Spanien begeben. Dabei seien jedoch die Kanarischen Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria und La Palma die bevorzugten Ziele. Es fliegt aber die Befürchtung mit, dass die Reisewarnung während des Aufenthalts im Süden ausgedehnt werden könnte.

Update vom 14. August, 20.29 Uhr: Obwohl die Zahl der mit Corona infizierten Personen in München immer weiter steigt, soll bald der Messebetrieb wieder anlaufen - jedoch nur mit ganz speziellen Hygienemaßnahmen. Das sagte eine Sprecherin der Messe München am Freitag. Die voraussichtlich erste größere Fachmesse in der Landeshauptstadt seit dem Lockdown soll die vom 12. bis zum 14. September stattfindende TrendSet für Einrichtung und Inspiration sein.

Um die Messe-Besucher vor dem Virus zu schützen, sollen folgende Regeln gelten: Tickets für die Messe können nur Online erworben werden. Im gesamten Messebereich muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Hygiene-Beauftragte an jedem Stand sollen kontrollieren, dass die Besucher die Abstandsregeln einhalten. Ob es eine Besucher-Obergrenze geben wird, ist bisher noch nicht bekannt. Zur Höchstzahl der Gäste stimme man sich noch mit den Gesundheitsbehörden ab.

Auch die Endverbrauchermesse Babywelt 2020 (9. bis 11. Oktober) rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und das erste Lebensjahr soll stattfinden. Zum Hygienekonzept soll hier auch die Einführung dreistündiger Zeitfenster für den Messebesuch gehören, um das Besucheraufkommen zu entzerren, wie der Veranstalter mitteilte. Bei der Immobilienmesse Expo Real Hybrid Summit (14. und 15. Oktober) sollen laut der Messesprecherin maximal 3000 Besucher pro Messetag erlaubt sein.

Corona in München: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Update, 14.48 Uhr: In München wurden am Donnerstag, 13. August (Stand 23.59 Uhr), 50 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.589 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.991 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Neu-Infizierten seit Tagen immer stärker an. Weiterhin wurden zuletzt am 13. Mai mehr Fälle an einem Tag gezählt - damals 72.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 11,96. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,89 (Stand 13.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 189 Menschen neu anstecken.

Update vom 14. August, 07.48 Uhr: Nach dem skandalösen Fehler der bayerischen Staatsregierung beim Übermitteln von Testergebnissen an Reiserückkehrern hat jetzt die Stadt München reagiert.  „Damit wir den Münchnerinnen und Münchnern schnellstmöglich und unbürokratisch Sicherheit geben können, bieten wir allen Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrern mit Wohnsitz in München, die ihr Testergebnis bisher nicht erhalten haben, zusätzlich an, sich auf unserer Teststation auf der Theresienwiese erneut kostenlos testen zu lassen. Dafür werden wir ab morgen unsere Testkapazitäten verdreifachen und 600 Tests pro Tag anbieten, im Laufe der nächsten Woche wollen wir diese Zahl nochmals deutlich erhöhen, sollte die hohe Nachfrage fortbestehen“, so Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs

Corona in München: Nach Panne der Staatsregierung - München rüstet auf

Die kostenlosen Tests können etwas an der Theresienwiese durchgeführt werden. Hier ist lediglich eine Anmeldung unter www.corona-testung.de notwendig. Die Kapazitäten an der Theresienwiese würden von jetzt an erweitert werden, um jeglicher Nachfrage gerecht werden zu können.

Update vom 13. August, 16.01 Uhr: Woher die knapp 900 Menschen kommen, die ein positives Ergebnis haben, könne man zu dem aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Das müsste jedoch „zeitnah“ möglich sein, sagt Melanie Huml. Es sei alles nicht optimal und klar sei auch, dass sich diese Fehler nicht noch einmal wiederholen dürfen, bringt es Ministerpräsident Markus Söder noch einmal auf den Punkt.

Corona in München: Fehler der Staatsregierung - Rücktritt von Huml?

Update von 15.49 Uhr: „Die Grundentscheidung, die Grundstrategie ist die richtige“, sagt Markus Söder. Wichtig sei es zu testen. Die Umsetzung habe am Ende nicht wie gewünscht funktioniert. „Nichts ist perfekt, keine Frage.“ Es habe in den vergangenen sechs Monaten noch schwärzere Momente gegeben. „Ich wollte auf die Erfahrung und die psychische Stärke, die die Melanie hat, nicht verzichten." Es sei keine Panne der Ministerin selbst, betont Söder und betont erneut, dass die Grundstrategie die Richtige gewesen sei.

Corona in München: Nach Test-Fiasko - Gesundheitsministerin Huml bot zweimal ihren Rücktritt an

Update von 15.40: „Ich bin sehr dankbar, dass ich weiterhin das Vertrauen habe“, sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml, die bestätigt, dass sie zweimal ihren Rücktritt angeboten habe. „Ich weiß, dass viele Menschen jetzt in Unsicherheiten sind“, so Huml. Die Anfangsschwierigkeiten dürften nun jedoch abgestellt sein, so Huml.

Update von 15.35 Uhr: Gesundheitsministerin Melanie Huml habe Markus Söder zweimal den Rücktritt angeboten. Zu einem Rücktritt von Melanie Huml wird es jedoch nicht kommen, wie der Ministerpräsident klarstellt. Huml habe ihm bestätigt, dass sie sie willens sei und sich in der Lage fühle, "die Scharte auszuwetzen".

Aus Fehlern müsse gelernt werden, so der bayerische Ministerpräsident. Man müsse nun konsequent handeln, sagt Melanie Huml. Man habe die gesamte Nacht durchgearbeitet, um die Fehler aufzuarbeiten. Es handle sich um einen „laufenden Prozess“, so Huml. Man habe bisher insgesamt 908 positive Ergebnisse erhalten. „Wir sind dabei, jeden den wir herausfinden, zu informieren“, sagt Huml. Mehr als 100 Ergebnisse müssen noch abgeglichen werden.

Update von 15.33 Uhr: Die Fehler, die hinsichtlich der Tests passiert sind, seien „sehr bedauerlich“, so äußerte sich Markus Söder auf der Pressekonferenz in München. Diese müssten nun aufgearbeitet werden. Es sei sehr ärgerlich und eine „große Panne“ - und das sei auch nicht der Anspruch, den man habe, so der bayerische Ministerpräsident.

Update von 15.30: Nachdem es bei der Übermittlung von Corona-Tests in Bayern zu großen Pannen gekommen ist, melden sich nun Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und bayerischer Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz diesbezüglich zu Wort.

Corona in München: Söder und Huml äußern sich zu Test-Fiasko - Pressekonferenz verschoben

Update von 14.51 Uhr: Die Pressekonferenz mit Melanie Huml und Markus Söder in München wurde noch einmal nach hinten verschoben - sie soll nun um 15.30 Uhr beginnen. Sobald die Pressekonferenz beginnt, können Sie die wichtigsten Entwicklungen hier im Ticker mitlesen.

Unterdessen hat sich Münchens 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden zur aktuellen Corona-Test-Panne in Bayern. „Die Test-Panne kann für das Infektionsgeschehen in München gravierende Auswirkungen haben“, so Habenschaden. Am Donnerstagmorgen wurde deshalb mit der städtischen Gesundheitsreferentin die Situation besprochen.

„Zu diesem Zeitpunkt lagen trotz Nachfrage der Stadt beim Freistaat die Befunde nicht vollständig vor. Ich habe deshalb unsere Gesundheitsreferentin gebeten, am Donnerstag nochmals Kontakt zum bayerischen Gesundheitsministerium aufzunehmen und auf die Ergebnisse für München zu pochen“, erkärt Habenschaden. Viele Menschen, die ihre Testergebnisse vom Freistaat noch nicht erhalten haben, würden nun die Teststation auf der Theresienwiese in München aufsuchen.

Habenschaden kündigte außerdem an: „Wir verdreifachen deshalb ab Freitag, 14. August, die Testkapazitäten auf 600 pro Tag, eine weitere Vergrößerung der Testkapazitäten soll nächste Woche erfolgen.“ Man werde alles daran setzen, möglichst bald die Befunde zu erhalten, um die Infizierten verständigen zu können, gab die 2. Bürgermeisterin weiter an. Dann beginne umgehend auch die Nachverfolgung der Kontaktpersonen.

Corona in München: Söder und Huml äußern sich zu Test-Fiasko - folgen nun Konsequenzen?

Update von 14.10 Uhr: Die Pressekonferenz mit Melanie Huml, die für 14 Uhr angesetzt gewesen ist, verzögert sich. Nun will die Gesundheitsministerin in München um 15 Uhr vor die Presse treten - gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Corona in München: Gesundheitsministerin Huml äußert sich zu Test-Fiasko - folgen nun Konsequenzen?

Update von 12.45 Uhr: Nachdem es bei der Übermittlung von Corona-Tests in Bayern zu großen Pannen gekommen ist, wird sich Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ab 14 Uhr auf einer Pressekonferenz zu Wort melden. Die bayerische Staatsregierung habe die Problematik erkannt und bemühe sich nun zügig um Abhilfe, so Huml. Ob sich auch Personen aus München mit dem Coronavirus* infiziert haben und durch die Test-Pannen bislang nichts von ihren positiven Testergebnissen wissen, ist aktuell noch unklar.

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Pressekonferenz mit Melanie Huml lesen ab 14 Uhr hier im Ticker.

Corona in München: R-Wert schnellt über die kritische Grenze - Zahlen auf höchstem Stand seit Monaten

Update vom 13. August, 8.15 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise kommt es aktuell außerdem zu einer großen Kontrollaktion zur Maskenpflicht im Münchner ÖPNV - Verweigerern drohen empfindliche Strafen.

Ein 29-jähriger Münchner hat außerdem eine tragische Kranken-Geschichte hinter sich. Er infizierte sich mit dem Coronavirus - und obwohl er keine Vorerkrankungen hatte, traf ihn Covid-19 schwer. Heute braucht er einen Rollator.

Corona in München: R-Wert schnellt über die kritische Grenze - Zahlen so hoch, wie seit drei Monaten nicht

Update vom 12. August, 14.31 Uhr: In München wurden am Dienstag, 11. August (Stand 23.59 Uhr), 41 neue Corona-Fälle gemeldet. Das sind so viele wie seit dem 13. Mai nicht mehr gemessen - damals waren es 72. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.494 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.950 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Corona in München: Steigende Zahlen - So viele Neu-Infizierte wie seit 3 Monaten nicht

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 8,22. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,20 (Stand 11.8.)

Update vom 11. August, 17.18 Uhr: In Bayerns Landeshauptstadt sind am Montag 27 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten in München auf insgesamt 7.453 Personen. Die Reproduktionszahl R schnellte auf 1,16 und lag damit wieder über dem kritischen Wert von 1. Das bedeutet, dass ein Infizierter mehr als eine andere Person ansteckt.

Zur Einordnung: Der R-Wert schwankte in der vergangenen Woche immer um den Wert von 1. Tageweise lag er knapp darüber oder darunter.

„Corona wird viel präsenter“: Söder appelliert und droht mit verschärften Maßnahmen

Update vom 11. August, 09.05 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) haben am Montag Verzögerungen bei Corona-Tests für Reiserückkehrer eingeräumt. Diese sollten aber diese Woche ausgeräumt werden, hieß es nach einer Kabinettssitzung in Nürnberg. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass Testergebnisse bei manchen Urlaubsrückkehrern auch eine Woche nach dem Abstrich im Testzentrum noch nicht vorlagen.

Corona in München: Söder überrascht live mit überraschendem Statement zum FC Bayern München

Bislang haben Hilfsorganisationen wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Abstriche an Testzentren an Flughäfen, Hauptbahnhöfen und Autobahnraststätten genommen. Nun soll ein externer Dienstleister den Betrieb übernehmen - von der Abstrichnahme über die Laborauswertung bis zum Versand des Ergebnisses. Wenn alles in einer Hand sei, sollten die Abläufe schneller klappen, sagte Huml. Betroffen von den neuen Maßnahmen sind unter anderem der Flughafen München sowie der Münchner Hauptbahnhof.

Corona: Söder kündigt Maßnahmen an - Flughafen und Hauptbahnhof München betroffen

Update 10. August, 12.51 Uhr: Gesundheitsministerin Melanie Huml betont, dass die Erhöhung von Test-Kapazitäten essentiell sind. Man werde in ganz Bayern erhöhen und ständig neue Entwicklungen im Auge behalten. Bildungsminister Michael Piazolo betont, dass das kommende Schuljahr von dynamischen Veränderungen geprägt sein wird. Man werde die bestmöglichen Vorbereitungen treffen, müsse jedoch trotzdem permanent alle Entwicklungen im Auge behalten. Pläne für ein Mega-Konzert in Düsseldorf verurteilt Markus Söder indes scharf und fordert ein Umdenken.

Live auf Corona-PK: Markus Söder überrascht mit Statement zum FC Bayern München

Update, 12.31 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht jetzt über Fußball. Er freue sich über die jüngsten Erfolge des FC Bayern München, könne sich auch vorstellen, dass ein „noch größerer Erfolg“ möglich sei. Damit spricht er das Champions-League Turnier in Portugal an. Auch freue ihn, dass der 1. FC Nürnberg den Abstieg habe abwenden können. Trotzdem kann sich der CSU-Chef keine Zuschauer in den Stadien vorstellen.

Markus Söder informiert live auf Pressekonferenz - Zuschauer im Fußball nicht denkbar

Söder betont außerdem, dass Konzerte mit Zuschauern ein „falsches Signal“ für die Bevölkerung seien. „Wir waren und sind in Bayern besonders betroffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir in höhere Zahlen kommen - es kommt darauf an, wo es exponentiell nach oben schnellt.“ Man müsse weiter Vorsicht und Umsicht walten lassen.

Update, 12.28 Uhr: Für den Beginn des neuen Schuljahres sollen breite Maßnahmen getroffen werden. Diese betreffen vor allem Tests. Man müsse die Sicherheit aller gewährleisten, dürfe aber auch nicht den Bildungsauftrag vernachlässigen, so Söder. Die Maskenpflicht innerhalb der Schule soll am 1. September endgültig entschieden werden - noch gingen die Meinungen hier auseinander.

Räumliche Distanz sei innerhalb der Schulen essentiell, auch die Digitalisierung gehöre zu den wichtigsten Bestandteilen des neuen Schuljahres.

Corona-Pressekonferenz mit Markus Söder: Test-Kapazitäten sollen erweitert werden

Update, 12.22 Uhr: „Corona wird viel präsenter. Corona wird jeden Tag gefährlicher. Die Spätfolgen werden erst jetzt sichtbar“. Markus Söder beginnt die Pressekonferenz mit ernsten Worten. Es sei mittlerweile klar, dass Corona heimtückischer sei als zu Beginn gedacht. Deshalb sei es wichtig, weiter mit Umsicht zu handeln. „Leider lässt die Vorsicht nach, Corona wird viel präsenter," so Söder.

Er hoffe, dass verpflichtende Tests in Deutschland nicht zu spät kommen. Für Bayern sei man vier Wochen vor Schulbeginn, damit sei man womöglich auf der sicheren Seite. Bayern versuche im Augenblick einen Beitrag für Sicherheit für ganz Deutschland zu leisten. Demnach seien 40 Prozent der Tests nicht aus Bayern, sondern für Menschen aus dem Rest Deutschlands.

Corona in Bayern: Söder informiert auf PK - "Doppel-Test" kommt

Markus Söder schlägt einen „Doppel-Test“ vor. Dabei gehe es um einen Test am Ankunftsort wie Flughafen oder Bahnhof, und einen weiteren Test etwa fünf Tage nach Ankunft am Wohnort. Insgesamt sollen etwa 100 Test-Zentren in bayerischen Landkreisen etabliert werden. 55.000 Tests seien im Augenblick in Bayern möglich - für Ende des Monats sollen weit über 200.000 Tests in Bayern möglich sein. „Wir brauchen mehr Test-Kapazitäten," so Söder.

Corona in Bayern: Markus Söder informiert JETZT live auf einer Pressekonferenz

Update, 12.05 Uhr: Die Herrschaften lassen noch auf sich warten. Angesetzt war die Pressekonferenz für 12 Uhr. Wir steigen ein, sobald es los geht.

Update vom 10. August, 11.30 Uhr: In 30 Minuten beginnt die Pressekonferenz mit CSU-Chef Markus Söder. Inwieweit neue Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet werden, ist noch nicht bekannt. Wir berichten live und in voller Länge, sobald die Pressekonferenz losgeht.

Coronavirus in Bayern: Söder gibt Pressekonferenz - Kommen strengere Regeln für München?

Erstmeldung vom 10. August 2020

Nürnberg - Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (10 Uhr) außerplanmäßig sein Kabinett zusammen - zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten.

Söder und seine Minister wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten.

Coronavirus: Söder informiert auf PK - wie geht es an den Schulen weiter?

Und schließlich will das Kabinett auch beraten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll es eine Maskenpflicht auch im Unterricht geben.

In München* gibt es aktuell 7. 386 bestätigte Corona-Fälle. In den vergangenen Tagen waren stets über 20 neue Fälle bestätigt worden. Insgesamt sind 222 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion in München verstorben. Die Zahlen hatten zuletzte auch in München eine Steigung erfahren - ob das Kabinett deshalb strengere Maßnahmen für die Landeshauptstadt plant, ist nicht bekannt, bisher hatten sich Ausbrüche auf lokale Infektions-Herde beschränkt.

Corona-PK mit Markus Söder: Kommt die Maskenpflicht an bayerischen Schulen?

Die Pressekonferenz soll auch klären, ob eine generelle Maskenpflicht* auch im Unterricht droht - Nordrhein-Westfalen hat dies für weiterführende Schulen so entschieden. Eltern-, Lehrer- und Schülerverbände in Bayern sind sich in der Frage einer generellen Maskenpflicht auch im Unterricht uneins, mehrere äußerten sich am Wochenende eher skeptisch.

Urlaub trotz Corona: Politiker stellen gravierende Forderungen für Reisen in Risikogebiete. Aktuell steigen die Coronavirus-Infektionen in Europa wieder verstärkt an. Bereits 19 Länder in der EU haben jetzt eine kritische Grenze überschritten.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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