Coronavirus/München: CSU mit überraschendem Kita-Vorstoß - SPD-Politikerin warnt
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Sollen Erzieher in München selbst entscheiden, ob ein Kind wegen Corona-Verdachts nach Hause muss?

„Ist eine enorme Verantwortung“

Münchner Kitas in der Corona-Zeit: CSU überrascht mit Vorstoß - SPD-Politikerin spricht Warnung aus

Bei welchen Symptomen sollen Kita-Kinder in München heimgeschickt werden? Das soll jeder Erzieher selbst entscheiden, findet eine CSU-Politikerin. Es regt sich Kritik.

  • In München* sind die Corona-Regeln für Kitas besonders streng.
  • Eine CSU-Politikerin möchte jetzt die Erzieher eigenständig entscheiden über Maßnahmen entscheiden lassen.
  • Aber wer übernimmt die Verantwortung, falls es doch zu einem Virus-Ausbruch in einer Kita kommt?

München - Mit Schnupfen dürfen Kinder generell nicht in die Kita? Groß berichtete die tz vergangene Woche über die strengen Corona-Regeln – und sofort reagierte das zuständige Ministerium. Am Dienstag (21. Juli) legte Ministerin Carolina Trautner (CSU) nun nach: Verschnupfte Kinder sollen nach den Sommerferien nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden – die Erzieher sollen nun über jeden Einzelfall selbst entscheiden, so die CSU-Politikerin.

Coronavirus in München: Kita-Leitfaden für nach den Sommerferien geplant

Wie das gehen soll? Erzieher sollen dazu rechtzeitig zum geplanten Start des Kita-Regelbetriebs am 1. September einen Leitfaden an die Hand bekommen, in welchem Fall die Kinder nach Hause geschickt werden sollten und wann sie trotz laufender Nase in der Einrichtung bleiben dürfen.

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher hat das grundsätzlich begrüßt. Sie betont aber, dass die Erzieher oder die Kitaleitung nicht für einen möglichen Corona-Ausbruch in einer Einrichtung verantwortlich gemacht werden dürfen. 

München: Familien-Initiative kritisiert Kita-Beschluss in Corona-Pandemie

„Dass die Einrichtungen selber entscheiden dürfen, ob ein Kind nach Hause geschickt wird oder nicht, ist eine enorme Verantwortung. Sollte es dabei zu Fehlentscheidungen kommen, muss klar sein, dass die Einrichtungen in keiner Weise verantwortlich gemacht werden!“

Der Münchner Mutter Romy Heissler von der Initiative Familien in der Krise ist diese Entscheidung zu schwammig. „Das Thema bleibt schwierig in der Praxis, da es weiter keine einheitliche Lösung gibt.“ (nba)*tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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