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Bei TV-Arbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot

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Demonstranten für Menschenrechte auf der Demo vor dem Generalkonsulat Weißrusslands in München.
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Demonstranten für Menschenrechte auf der Demo vor dem Generalkonsulat Weißrusslands in München.

Vor dem Generalkonsulat

Nach Wahl-Eklat in Weißrussland: München demonstriert für Demokratie und Menschenrechte

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Nach dem Wahl-Eklat in Weißrussland und der "Wiederwahl" von Alexander Lukaschenko wurde in München zu einer Demo für Demokratie und Menschenrechte aufgerufen.

  • Alexander Lukaschenko wurde in Weißrussland als Präsident wiedergewählt.
  • Ihm wird massiver Wahlbetrug vorgeworfen.
  • In München rief die FDP nun zu einer Demonstration für Menschenrechte auf.

Update, 19.35 Uhr: Vor dem Generalkonsulat der Republik Belarus in München haben sich etwa 50 Personen versammelt, um für Menschenrechte und Demokratie zu demonstrieren. Die 24-jährige Aljcia unterstützt die parteiübergreifende Demo zu der die Junge Liberale in München aufgerufen hatte. „Das was in Belarus passiert ist ein Symptom für die Krise in Europa, für die autoritären Strömungen. Ich bin heute hier, um die Bewegung für Demokratie und Unabhängigkeit zu unterstützen“, so die 24-Jährige.

Auch Phil Hackemann, Doktorand der Politikwissenschaften, ist bei Temperaturen an die 30 Grad vor das Generalkonsulat in der Schwanseestraße gekommen .„Berlin ist näher an Minsk als an Paris. Europa darf nicht länger tatenlos schweigen, wenn in unserer unmittelbaren Nachbarschaft derart die Freiheit unterdrückt wird“ so Hackemann. Deshalb sei er gekommen, um ein Zeichen zu setzen.

Phil Hackemann, Doktorrand der Politikwissenschaften.

Der amtierende Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, war am Sonntag in seinem Amt bestätigt worden. Ihm wird massiver Wahlbetrug vorgeworfen. Sein drastisches Vorgehen gegen politische Gegner hatte im In- und Ausland für Entsetzen gesorgt.

Wahl-Eklat in Weißrussland: Friedliche Demo für Menschenrechte in München

Auch für Felix Meyer, Vorsitzender der Jungen Libereralen in München, ist die Demo eine Herzensangelegeheit: „Mir ist es besonders wichtig nach den Geschehnissen in Belarus auch in München ein Zeichen zu setzen! Unsere Stimme vor dem Generalkonsulat ist ein Zeichen, um den Machthabern zu zeigen, dass wir sie im Blick haben. Wir sind Freunde des weißrussischen Volkes, das jetzt für Freiheit und Demokratie auf die Straße geht, daher lehnen wir Lukaschenko und sein diktatorisches Regime ab.“

Tobias Weiskopf, ebenfalls von den Jungen Liberalen und Organisator der Demonstration, schließt sich seinem Partei-Genossen an: „Die Bilder aus Minsk sind um die Welt gegangen, die schrecklichen Ereignisse in Belarus gestern und heute haben uns tief ins Mark getroffen. Demokratie und Menschenrechte sind für uns unverhandelbar. Wenn mitten in Europa diese Werte mit Füßen getreten werden, stehen wir auf, deshalb sind wir heute hier.“

Erstmeldung vom 10. August, 17.00 Uhr

München - Die Präsidentschaftswahlen in Weißrussland sind beendet. Offiziellen Angaben zufolge hat sich Präsident Alexander Lukaschenko mit großen Erfolg gegen seine einzige Konkurrentin Swetlana Tichanowskaja durchgesetzt. Allerdings dürfte es unabhängigen Medien zufolge bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Lukaschenko wird massiver Wahlbetrug vorgeworfen.

Bereits im Vorfeld hatte es enorme Proteste gegen Lukaschenko gegeben. Auch am Wahlabend kam es zu heftigen Ausschreitungen in der als Republik Belarus bekannten Staat. Es soll sogar ein Demonstrant zu Tode gekommen sein, mehrere Menschen wurden von der Polizei gewaltsam festgenommen. Die FDP hat nun in München zu einer Spontan-Demonstration für Demokratie und Menschenrechte aufgerufen, um sich parteiübergreifend mit den Menschen in Weißrussland zu solidarisieren.

Tobias Weiskopf der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Liberalen in München sagte im Gespräch mit Merkur.de, dass man mit der Aktion auf die Missstände in dem osteuropäischen Staat aufmerksam machen wolle. Die Demonstration beginne um 19.00 Uhr vor dem Generalkonsulat der Republik Belarus in der Schwanseestraße.

Angemeldet seien zunächst 50 Personen. Wegen der Corona-Beschränkungen sind die Teilnehmer insgesamt auf 200 begrenzt. Es herrscht Maskenpflicht, zudem ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Auch Polizei wird vor Ort sein. (kah)

Derweil gibt es Wirbel um eine getöteten Demonstranten in Weißrussland.

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