Schlag gegen die Drogenkriminalität: Die Polizei stellte unter anderem Cannabis-Pakete sicher.
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Schlag gegen die Drogenkriminalität: Die Polizei stellte unter anderem Cannabis-Pakete sicher.

Elf Festnahmen

Münchner führte Bande offenbar an - bundesweit größten Drogenhandel im Internet zerschlagen

  • Andreas Thieme
    VonAndreas Thieme
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Der Polizei ist ein wichtiger Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Eine im Internet agierende Gruppe um einen Münchner wurde hochgenommen. Es kam zu elf Festnahmen.

München - Riesenerfolg für die Ermittlungsbehörden: Beamte haben es geschafft, den deutschlandweit größten Drogenhandel im Internet auszuheben, wie das Bundeskriminalamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Elf Verdächtige im Alter von 24 bis 44 Jahren wurden festgenommen, darunter ein Niederländer, zwei Polen und acht Deutsche. Ihnen wird bandenmäßiger Drogenhandel vorgeworfen. Der Hauptverdächtige in dem Fall stammt aus dem Landkreis München.

Im September 2017 soll der 26-jährige Mann den Shop „Chemical Revolution“ aufgebaut und gemeinsam mit weiteren Männern betrieben haben. Den Ermittlungen zufolge war er der Chef der Gruppe. Ihn hatte die Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität im BKA aber zur Strecke gebracht.

Binnen eineinhalb Jahren zwei Millionen Euro umgesetzt

Allein während der eineinhalb Jahre andauernden Ermittlungen seien auf „Chemical Revolution“ rund zwei Millionen Euro umgesetzt worden, sagte die Ermittlungsleiterin Sabine Vogt am Freitag.

Der 26-Jährige aus dem Münchner Umland habe zuletzt auf Mallorca gelebt und sei Ende Mai dann bei seiner Einreise nach Deutschland festgenommen worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In dem Onlineshop wurden laut BKA vor allem synthetische Drogen wie Ecstasy und Amphetamin aber auch Heroin, Kokain und Cannabis angeboten - teilweise mit Mengenrabatt.

Am diesjährigen Weltdrogentag wurden wieder beängstigende Zahlen veröffentlicht. Betroffene berichten, wie sich die Nahtoderfahrungen anfühlen. Bei einer Razzia findet die Polizei kiloweise Drogen und Hunderte Ecstasy-Pillen.

thi, dpa

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