Markus Söder hat in München über mögliche Corona-Lockerungen gesprochen.
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Markus Söder hat in München über mögliche Corona-Lockerungen gesprochen.

Zuletzt gab‘s mehrfach Ärger

Keine Lust auf Corona-Regeln? Söder knöpft sich Münchner vor: „Werden nicht endlos ...“

  • Lukas Schierlinger
    vonLukas Schierlinger
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Markus Söder hat in München über das weitere Vorgehen in Sachen Corona-Tests informiert. Unvorsichtige Bewohner der Isar-Metropole warnte er.

  • In einer Pressekonferenz am 30. Juni hat Markus Söder in München über den aktuellen Stand in Sachen Corona informiert.
  • Unter anderem ging es dabei um das neue Testkonzept der Staatsregierung.
  • Für feierwütige Münchner hat der Ministerpräsident eine Warnung parat.

München - Ungeachtet vieler kritischer Stimmen hat die bayerische Staatsregierung kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen. Das Testkonzept laute „schneller, kostenlos und für jedermann“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Er kündigte an, dazu die Kapazitäten von aktuell 20.000 auf 30.000 Tests pro Tag zu erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in all den Fällen, in denen nicht ohnehin Krankenkassen in der Pflicht sind. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte Söder.

München: Söder spricht über Corona-Lockerungen, gewährt aber nur eine

Kritik an der bayerischen Strategie wies Söder erneut zurück. Die Kosten könnten kein Argument sein. Man dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürger sparen. „Testen ist auch Vorbeugung“, betonte er.

Zuschauer können Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte künftig ohne Mundschutz genießen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, sagte Söder. Damit stelle man den Kulturbereich den Kirchen gleich und übertrage das in Gottesdiensten geltende Modell. Danach muss jeder seine Maske nur solange tragen, bis er an seinem Platz sitzt.

Corona München: Söder warnt nach Isar-Partys - „Werden nicht endlos zuschauen“

Zuvor hatte Söder die Lockerung für den Kulturbereich im Interview der Augsburger Allgemeinen angekündigt. „Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen“, hatte Söder dem Blatt erklärt. „Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren.“ Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. „Wir wollen eine Perspektive für die Kultur“, sagte Söder.

Er wisse, dass Corona „nerve und viele müde mache“, erklärte der Ministerpräsident, der unterdessen aber vor neuen Lockerungen warnte. Überdiese betonte er vor dem ARD-Sommerinterview erneut, sein Platz sei in Bayern. Für die Münchner Partypeople an Isar und Gärtnerplatz, die zuletzt mit ihrer ausschweifenden Abendgestaltung für Schlagzeilen gesorgt hatten, hatte Söder dennoch mahnende Worte parat: „Wir werden nicht endlos zuschauen“. Das Coronavirus hält die Wissenschaft in Atem. Eine neue Studie der AOK Bayern zeigt jetzt, wie unterschiedlich sich die Krankheit in einer Stadt wie München ausbreiten kann.*

Während einer lauen Sommernacht kam es an der Isar zu unschönen Vorfällen. Wenig später brannte es an mehreren Orten in München.

Tragische Krankheitsgeschichte: Ein 29-jährigen Münchner infiziert sich mit dem Coronavirus - und obwohl er keine Vorerkrankungen hat, trifft ihn Covid-19 schwer. Heute braucht er einen Rollator.

lks/dpa

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