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Jahre nach ihrem Besuch im Hofbräuhaus hat eine Touristin ihr Gewissen erleichtert (Symbolbild).

Kurioser Facebook-Post

55 Jahre nach ihrem „rücksichtslosen“ Auftritt im Hofbräuhaus: US-Touristin klärt „Kriminalfall“ auf

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55 Jahre nach ihrem Besuch im Hofbräuhaus macht eine US-Amerikanerin ein bemerkenswertes Geständnis. Der München-Besuch hatte sie nicht losgelassen.

  • DasHofbräuhaus ist die Touristenanlaufstelle Nummer eins für bayrisches Essen.
  • Vor 55 Jahren ließ eine Amerikanerin einen Bierkrug mitgehen.
  • Aus schlechtem Gewissen schickte sie in jetzt zurück nach München zu seinem rechtmäßigen Besitzer.

München - Täglich strömen hunderte von Touristen aus aller Herren Ländern ins Hofbräuhaus um traditionelle Schmankerl wie Schweinebraten, Kaiserschmarrn oder Obazda zu probieren. Die obligatorische Maß darf dabei natürlich nicht fehlen. Eine Amerikanerin war im Sommer 1965 wohl nicht nur vom erfrischenden Gerstensaft begeistert, sondern auch von dem kühlenden Steinkrug. Während ihres Besuchs im Hofbräuhaus steckte sie den Krug kurzerhand in ihre Handtasche.

München: Diebstahl im Hofbräuhaus nach 55 Jahren endlich aufgeklärt

Fast 55 Jahre dauerte es bis der schöne Steinkrug seinen Weg zurück nach Hause fand. Auf Facebook schreibt das Hofbräuhaus*: „Große Überraschung heute im Hofbräuhaus. Wir haben ein Paket aus den USA bekommen. Ein Gast hat wohl vor 55 Jahren einen Bierkrug mitgehen lassen und hat ihn uns nun zurückgeschickt.“ Dazu postet die Kult-Wirtschaft ein Foto des zurückgeschickten Krugs, daneben liegt ein Entschuldigungsbrief der Amerikaner. 

„Ich habe diesen Bierkrug aus ihrer Einrichtung im Sommer 1965 entwendet, als ich jung, rücksichtslos und leichtsinnig war. Es tut mir leid, dass ich ihn nicht eher zurückschicken konnte. Hoffentlich kommt er in einem Stück an. Celeste“, schreibt die Bierkrug-Diebin.

Die Kult-Wirtschaft zu dem Diebstahl: „Eine wunderbare Geschichte aus dem Hofbräuhaus“ 

Eine aufrichtige Geste, das findet auch das Hofbräuhaus. „Herzlichen Dank für deine Ehrlichkeit! Deinen Krug werden wir zusammen mit deiner netten Karte natürlich sehr gerne aufbewahren. Eine wunderbare Geschichte aus dem Hofbräuhaus“, steht auf der Facebook-Seite des Lokals geschrieben. Auch die Hofbräuhaus-Fans sind von so viel Ehrlichkeit, wenn sie auch spät kommt, begeistert. 

„Das zeigt Klasse, aber ich kenne ganz viele in den USA, die auch diesen Krug als Andenken vom HB zu Hause stehen haben“, schreibt eine Facebook-Userin unter den Post. „Das war noch die gute alte Zeit wo man das Bier aus diesen tollen Krügen zu trinken bekam“, ergänzt sie. Bis 1971 tranken die Gäste im Hofbräuhaus das Bier auf Steinkrügen, zu den Olympischen Spielen 1972 stieg die Wirtschaft auf Glaskrüge um.

Angie ist ihrem Herzen gefolgt. Gemeinsam mit Ehemann Paulo betreibt die gebürtige Münchnerin auf Sansibar eine Ferienanlage - kein leichter Job.

Video: Maßkrugstemmen im Hofbräuhaus

Stadtrat in München müsste man sein. Zumindest eine Aufgabe, die in einem offiziellen Dokument erwähnt wird, lässt auf spaßige Sitzungen schließen.

Hüllenlose Aktivistinnen der Gruppe „Femen“ haben in einem legendären Münchner Traditions-Wirtshaus für Aufregung gesorgt. Bei Facebook kursiert ein irres Video.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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