Das tut weh: Simone Siepmann-Hücking ist beim Radfahren mit ihrem Gesicht voran gestürzt
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Das tut weh: Simone Siepmann-Hücking ist beim Radfahren mit ihrem Gesicht voran gestürzt.

Zahlreiche Zwischenfälle

Glatteis-Alarm in München: Au Backe - Die Stadt rutscht aus

  • Kathrin Braun
    VonKathrin Braun
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Ein unangenehmes Gefühl, dieser Schock, wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird. So geht es seit Mittwoch vielen Münchner Fußgängern. Auch Rad- und Autofahrer sind betroffen.

München - Der Winter ist endgültig da und sorgt nicht nur für märchenhafte Landschaften, sondern auch für Schnee, Eis und gefährliche Glätte: München rutscht aus!

So wie Simone Siepmann-Hücking: Die 43-Jährige radelte am Donnerstag zur Arbeit – da passierte es. Au Backe! Die Frau knallte mit ihrer rechten Gesichtshälfte auf den Asphalt. „Ich bin einfach nur geradeaus gefahren“, erinnert sie sich. „Plötzlich ist mir das Hinterrad weggerutscht und ich lag auf dem Boden.“ Eine besonders eisige Stelle auf dem Radweg kurz vor der Tramhaltestelle Vogelweideplatz: „Der Radfahrer vor mir hat sich gerade seine Brille geputzt, weil auch er hingefallen ist“, sagt sie. „Und kurz nach mir hat sich schon der nächste hingelegt.“

Der Winterdienst streut seit Mittwoch auf Haupt- und Nebenstraßen.

Achtung wegen Glatteis in München: Die Rutschgefahr hält an

Nach einem CT im Klinikum rechts der Isar wusste Siepmann-Hücking: Es ist nichts gebrochen, der Sturz ist noch glimpflich ausgegangen. So wie die meisten Unfälle in und um München: Thomas Jungmann, von der Verkehrspolizeiinspektion Freising berichtet von fünf Glatteis-Unfällen am Mittwoch auf den Autobahnen im Landkreis München. Dabei waren sieben Pkws und zwei Lkws beteiligt. Der Gesamtschaden: 35.650 Euro. „Glücklicherweise wurde aber niemand verletzt“, sagt Jungmann. „Weil die meisten aber sehr langsam gefahren sind und Bergungsarbeiten stattfanden, kam es zu vielen Behinderungen im Verkehr.“

Als am Mittwochnachmittag der erste Schnee fiel, war der städtische Winterdienst von 15 Uhr bis Mitternacht, und in der Nacht auf Donnerstag von zwei bis acht Uhr unterwegs. „Es wurden alle Hauptstraßen gesalzen und alle Nebenstraßen sowie Radwege mit Splitt gestreut“, sagt Christian Müller vom Baureferat.

Simone Siepmann-Hücking wird die nächsten Tage trotzdem nicht mehr aufs Radl steigen. Und der Deutsche Wetterdienst warnt: Die nächsten Tage herrscht Rutschgefahr auf Bayerns Straßen – Neuschnee kommt! 

Kathrin Braun

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