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Streit am Stachus eskaliert: Mann stößt Kontrahenten vor S-Bahn - Opfer verliert Unterschenkel

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Von: Florian Naumann, Andreas Beez

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Polizisten gehen am Bahnsteig entlang, auf dem Gleis steht eine S-Bahn
Polizei-Einsatz am Stachus: Vor diese S-Bahn wurde der Mann geschubst. © Peter Kneffel/dpa

Ein Mann ist im S-Bahnhof Stachus vor eine einfahrende Bahn gestoßen worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Vorausgegangen war wohl ein Streit.

München - Schlimme Tat an der Münchner S-Bahn-Stammstrecke: Ein 37-Jähriger ist am späten Sonntagnachmittag am Bahnhof Stachus vor eine S-Bahn gestoßen und von einem einfahrenden Zug überrollt worden. Der Mann wurde nach Angaben der Polizei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

München: Streit am Bahnhof Stachus eskaliert - 37-Jährige auf die Gleise gestoßen

Gestoßen hatte ihn nach ersten Erkenntnissen ein anderer Mann. Die Polizei nahm einen 41 Jahre alten Verdächtigen fest. Dem verheerenden Schubser an dem Bahnhof im Zentrum Münchens* vorausgegangen war offenbar ein Streit. Ob sich die beiden Männer kannten und wieso sie stritten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Nun ermittelt die Mordkommission. Der Verdächtige soll voraussichtlich am Montag vor einen Ermittlungsrichter kommen. 

Nach Informationen von tz und Münchner Merkur ist das Opfer ins Uniklinikum rechts der Isar eingeliefert worden. „Der Patient ist schwer am Bein verletzt, hat aber Riesen-Glück gehabt, dass er diesen Zusammenprall mit der S-Bahn überhaupt überlebt hat. Er wird gerade operiert“, berichtete ein Mitglied des Rettungsteams.

Allerdings steht bereits fest, dass der 37-Jährige zumindest einen Unterschenkel verloren hat. Sein Bein war so stark verletzt, dass Knochen und Blutgefäße nicht mehr rekonstruiert werden konnten. Die Unfallchirurgen mussten den Unterschenkel amputieren, um Schlimmeres zu verhindern. Derzeit kümmert sich das Ärzte-Team darum, die Wunde zu versorgen. Weitere Verletzungen werden noch behandelt. 

S-Bahn München: Verspätungen und Zugausfälle am Sonntag - Schwerverletzter offenbar nicht in Lebensgefahr

Die S-Bahn München* hatte um kurz vor 16 Uhr einen Notarzteinsatz gemeldet. Der Bahnhof Stachus war zwischenzeitlich vollständig gesperrt. Auch am Abend war der S-Bahn-Verkehr nach Angaben der Deutschen Bahn noch „erheblich beeinträchtigt“. Im gesamten Netz war mit Verspätungen, Zugausfällen und vorzeitigen Zugwenden zu rechnen, wie es gegen 17.30 Uhr hieß. Um 19.00 Uhr vermeldete die Bahn dann ein Ende der Umleitungen. Lediglich die S1 startete und endete noch am Hauptbahnhof (fn/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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