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Tarifreform bei MVV: Wer in Zukunft billiger fährt

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Von: Daniela Pohl, Sascha Karowski

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Grünes Licht für die Tarifreform des Münchner Verkehrsverbundes (MVV).
Grünes Licht für die Tarifreform des Münchner Verkehrsverbundes (MVV). © picture alliance / dpa / Sven Hoppe

Gute Neuigkeiten für alle Münchner: Dank der Tarifreform des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) werden viele Tickets in Zukunft günstiger, ein neues kommt hinzu.

München - Grünes Licht für die Tarifreform des Münchner Verkehrsverbundes (MVV). Der Münchner Stadtrat hat am Dienstag, den 2. April, die Finanzierung genehmigt. Die Reform greift schon ab Dezember. Weil viele Tickets günstiger werden, müssen die Einnahme-Ausfälle kompensiert werden - die Stadt wird ab 2020 für drei Jahre maximal 28,35 Millionen Euro investieren.   

Und das ändert sich: 

… für Schüler: Wie die tz erfahren hat, arbeitet der Freistaat an einer Umsetzung des von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) versprochenen 365-Euro-Tickets für den ÖPNV - es soll 2021 für Schüler und Auszubildende eingeführt werden. Dem Münchner Stadtrat geht das nicht schnell genug. Auf Antrag der SPD beschloss der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft gestern, das Ziel zu verfolgen, dass ein günstiges 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende bereits zum Herbst 2020 eingeführt werden soll. Die Grünen wollten gar ihre Zustimmung zur Reform davon abhängig machen. Dieser Antrag ging nicht durch. Das Land, die Stadt und die Landkreise müssen Ticketvergünstigungen gemeinsam finanzieren. Würde München allein ein günstiges stadtweites Schüler-Ticket einführen, müsste die Stadt pro Jahr weitere 43 Millionen Euro investieren.   

… für Münchner gilt ab Dezember eine Zone M. Sie ersetzt die bis dahin gültigen vier Kreise und erstreckt sich mindestens bis zum Autobahnring A99. Das Ticket für die Zone M kostet 55,20 Euro. 

… für die Landkreise: Eine Tarifzone (Zonen 1 - 6) im Umland entspricht in der Regel der Größe von zwei heutigen Tarifringen. Durch die Übergangsbereiche handelt es sich oft um ein größeres Gebiet. 

… für Senioren: Die Isar Card 60 wird unter Berücksichtigung der steigenden Lebensarbeitszeit zur IsarCard 65. Das heißt, die Altersgrenze wird auf 65 Jahre angehoben. Die derzeit geltende Sperrzeit zwischen 6 und 9 Uhr entfällt. 

…für Bedürftige: Sozial Schwächere profitieren in allen Kreisen künftig von der IsarCard S und halbierten Preisen - das gab es bisher nur in der Stadt sowie dem Landkreis München.

Video: Kostenlos Busfahren in Pfaffenhofen/Ilm

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S. Karowski,  D. Schmitt

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