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Zum Stadtlauf treten am Sonntag mehr als 20 000 Läufer an.  

Stadtlauf, Benno-Fest, "Tante Ju"

Veranstaltungen am Wochenende: Die Stadt auf den Beinen

München - Auch wenn Sommer eine Atempause einlegt, zieht es die Münchner nach draußen. Zigtausende werden am Wochenende auf den Beinen sein, um Großveranstaltungen zu besuchen. Ein Überblick.

Der Stadtlauf

Am Sonntag gehört die Stadt den Läufern. Mehr als 20 000 werden beim Stadtlauf von Sport Scheck und BMW an den Start gehen. Ein besonderer Service: Erstmals gibt es Tempomacher (Pacemaker), die mit verschiedenen Zielzeiten unterwegs sind. Wer sich etwa für die Zehn-Kilometer-Strecke (Start: 10.35 Uhr) eine bestimmte Zeit vorgenommen hat, kann sich an die Fersen desjenigen Pacemakers heften, der einen Ballon trägt, auf dem die gewünschte Endzeit steht. Beim Halbmarathon über 21,1 Kilometer (Start: 8 Uhr) gibt es drei „Hasen“ für Zielzeiten von einer Stunde und 45 Minuten, zwei Stunden und 2:15 Stunden.

Die Grafik zeigt die Routen – Bus und Tram in dem Bereich fallen aus oder werden umgeleitet.  

Erstmals werden in diesem Jahr die Stadtmeister bei den Frauen und Männern gekürt. Der Vorjahressieger über zehn Kilometer, Sebastian Hallmann, ist nicht am Start. Genausowenig die Halbmarathonsiegerin von 2015, Anna Hahner, die sich mit ihrer Zwillingsschwester Lisa auf Olympia in Rio vorbereitet. Favorit über den „Zehner“ ist Stephan Listabarth, 15-facher Österreichischer Meister über 1500 Meter, 5000 Meter, 10 000 Meter und im Crosslauf. Im Halbmarathon will Lokalmatador Sebastian Nadler um den Sieg mitlaufen. Über zehn Kilometer geht der 15-fache Deutsche Meister und Rekordhalter über zehn Kilometer (Straße) und im Halbmarathon, Carsten Eich, an den Start. Ingalena Heuck, Gesicht der Stadtlaufserie und BMW-Markenbotschafterin, legt ihren Fokus nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf das Familienerlebnis. Sie startet als Baby-Joggerin über zehn Kilometer. Im Vorjahr entschied die Münchnerin den Fünf-Kilometer-Lauf (Start: 12.45 Uhr) für sich.

Das Starterfeld stellt sich auf der Rosenstraße zum Marienplatz auf und läuft über die Dienerstraße. Danach geht es über Residenzstraße, Hofgarten, Englischen Garten und Weinstraße zurück zum Marienplatz. Die Zielverpflegung ist nahe der Sport-Scheck-Filiale an der Neuhauser Straße.

Das Benno-Fest

Beim Bennofest am Samstag zeigen katholische Laien: „Kirche ist bunt“. Im Bild: Pfadfinder auf dem Odeonsplatz.  

„Kirche ist bunt“. Das will der Katholikenrat der Region München am Samstag mit dem Bennofest beweisen, Münchens größter Veranstaltung katholischer Laien in der Öffentlichkeit. Zum 40. Mal jährt sich der Festtag zu Ehren des Münchner Stadtpatrons Auf dem Odeonsplatz werden nicht weniger als 53 katholische Verbände, Gemeinden, Orden und Einrichtungen die ganze Vielfalt kirchlichen Lebens zur Schau stellen. In ökumenischer Verbundenheit beteiligen sich auch die Evangelische, Griechisch-Orthodoxe und die Ukrainische Katholische Kirche in München.

Die Glocken der Theatinerkirche werden das Fest um 12 Uhr einläuten. Auf der Bühne vor der Feldherrnhalle gibt es dann bis 18 Uhr ein Programm mit Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen, Tanz und Folklore. Auf dem Platz präsentieren sich Gemeinden, Verbände und Einrichtungen. Viele Stände laden zum Mitmachen ein, und hungrig muss auch keiner bleiben. Der Heilige Benno (1010 - 1106), dem das Fest gewidmet ist, war Bischof von Meißen. Er wurde 1523 heilig gesprochen. In den Wirren der Reformation brachten Anhänger seine Gebeine nach München, wo man sie sicher wähnte. Seit dieser Zeit wird der heilige Benno in München verehrt.

Tante Ju zieht um

„Tante Ju“, das berühmte, 1947 gefertigte Frachtflugzeug aus der Luftfahrtausstellung des Deutschen Museums, tritt am Sonntag eine ungewöhnliche Reise an – nicht zwischen den Wolken, sondern auf einem Tieflader. Tante Ju rollt in ein Depot, weil das Ausstellungsgebäude für die Renovierung teilweise leergeräumt wird. Das Museums-Team hat sie bereits zerlegt.

Flugzeugliebhaber können am Samstag und Sonntag die legendäre „Tante Ju“ (unten rechts) auf ihrem Weg ins Depot verabschieden.

Am Samstag werden die Flugzeugteile ab etwa 8 Uhr mit einem Kran aus dem Gebäude gehoben und einmal um das Museum herum transportiert. Am Sonntag um 9 Uhr werden zwei offene Tieflader den Frachtflieger von der Corneliusbrücke aus wegbringen. Die Route führt über Eberhardt- und Steindorfstraße, am Maximilianeum vorbei auf die Einsteinstraße und von dort auf die A94. Interessierte Münchner sind dazu eingeladen, dem aeronautischen Spektakel beizuwohnen. Den Standort des Depots hält das Deutsche Museum aus Sicherheitsgründen geheim.  

kv, sc, man

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