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Neues Wiesnzelt offiziell vorgestellt: „Die Bräurosl ist etwas ganz besonderes“

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Von: Phillip Plesch

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Der Schriftzug überspannt das Bogendach - so soll das neue Pschorr-Festzelt aussehen.
Der Schriftzug überspannt das Bogendach - so soll das neue Pschorr-Festzelt aussehen. © Wildsfeuer Architekturbüro

Die Wiesn rückt langsam näher. Auf der Theresienwiese wird schon das erste Zelt aufgebaut. Es handelt sich um die Pschorr-Bräurosl. Denn das Festzelt ist neu – und wurde nun feierlich vorgestellt.

München - Da wird sich so mancher Wiesnbesucher die Augen reiben: Bogendach statt spitzem Giebel, kein Fachwerk an der Fassade – ist das noch unsere Bräurosl? Ja, nur kommt das Zelt heuer nicht nur optisch neu daher, auch der Wirt hat gewechselt. Wie berichtet, hat Peter Reichert die Familie Heide abgelöst. Eines aber soll unverändert bleiben: die einzigartige Atmosphäre im Zelt, sagten der neue Wirt und Hacker-Pschorr-Geschäftsführer Andreas Steinfatt bei der Zeltvorstellung.

„Die Bräurosl lebt von ihrer langen Geschichte, ihrer Tradition“, sagte Steinfatt. Die soll mit dem kompletten Bräurosl-Neubau weitergeführt werden. Mit 15 Metern Firsthöhe werde das Zelt das höchste auf der Wiesn sein. Trotzdem soll es an das historische Vorbild von 1901 erinnern. Wirt Reichert spricht von einem Wiedererkennungsmerkmal: Das Zeltdach werden Hopfenreben schmücken, die an den Donisl erinnern. Auch dort ist Reichert der Wirt.

Oktoberfest 2022: Neues Bräurosl-Zelt bietet mehr Platz für die Besucher

Das neue Zelt ist 80 Meter lang und 57,5 Meter breit. Es bietet Platz für insgesamt 7050 Menschen, dazu kommen 1200 Plätze im Garten - genauso viele wie bisher. Durch die neue Loggia im Obergeschoss und den zusätzlichen Raum sollen die Bräurosl-Besucher in Zukunft gemütlicher sitzen können. „Es wird einen Abstand zwischen den Bänken geben, der Komfort des Gastes steht im Vordergrund“, sagte Zeltbauer Ulli Pletschacher. Der Wohlfühl-Faktor werde größer, was auch mit der neuen Lüftung und Beleuchtung zu tun habe.

Einblick ins neue Zelt: Grün ist die dominante Farbe, unterm Dach ranken Hopfenreben.
Einblick ins neue Zelt: Grün ist die dominante Farbe, unterm Dach ranken Hopfenreben. © Wildsfeuer Architekturbüro

Pletschacher – er baut schon seit dem Jahr 2000 Wiesnzelte – ist mit seinem Team derzeit ordentlich am Werkeln. Das Gerüst der neuen Bräurosl steht bereits und ist ein Blickfang auf der Theresienwiese. Als nächstes ist der Nordanbau dran, dann folgen die Buddelarbeiten, um Leitungen zu verlegen. Abgesehen vom Gerüst, werde zunächst nichts weiter aufgebaut. Auf die Frage, was das Schwierigste am Zeltbau sei, antwortet Pletschacher: „Das lange Durchhalten.“

Freuen sich riesig auf die Wiesn: Bräurosl-Wirt Peter Reichert (li.) und Hacker-Pschorr-Chef Andreas Steinfatt.
Freuen sich riesig auf die Wiesn: Bräurosl-Wirt Peter Reichert (li.) und Hacker-Pschorr-Chef Andreas Steinfatt. © Marcus Schlaf

Durchhalten mussten auch die Wirte und Schausteller. Denn zwei Jahre war die Wiesn coronabedingt ausgefallen. Dementsprechend groß ist die Freude auf den Neustart, aber auch die Nervosität. Denn bis zum Start gibt es noch viel zu tun.

Neues Zelt sei „Prototyp der Erneuerung“

Reichert hat als Wirt bisher Erfahrungen mit der Schönheitskönigin auf der Oidn Wiesn gesammelt. Nun löst er die Familie Heide ab, die sich nach 83 Jahren von der Wiesn zurückzog. „Die Bräurosl ist etwas ganz Besonderes“, sagt Reichert.

Das findet auch Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner. Das neue Zelt sei der Prototyp der Erneuerung. „Es ist leicht modernisiert, aber erhält, was die Wiesn ausmacht“, sagt er. Denn das Oktoberfest habe eine eigene Seele. Zu spüren gibt es die hoffentlich wieder ab 17. September.

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